Die Architektur der Weihnachtskirche stellt einen etwas naiven Versuch dar, die frühklassizistische volumenräumliche Komposition mit dem traditionellen alt-russischen Fünfkuppelbau zu vereinen. An den Hauptquader schließt sich auf der Ostseite der ausgebaute Altarbereich an, auf der Westseite eine kleine Trauermesse und der mittlerweile verlorene Glockenturm. An den nördlichen und südlichen Fassaden heben sich stark vorspringende Risalite hervor, die mit dreieckigen Giebeln abschließen. Der Quader dient als Grundlage für die lichtdurchflutete kuppelartige Rotunde, auf deren Spitze sich eine Lichtkuppel mit einer zwiebelförmigen Kuppel befindet. Weitere vier Kuppeln auf langen, schlanken Hälsen befinden sich an den Rändern der Kuppel. Diese ungewöhnliche Anordnung des Fünfkuppelbaus auf der kuppelartigen Rotunde, die für den Klassizismus untypisch ist, wurde wahrscheinlich durch einen nicht ganz gelungenen Versuch inspiriert, die originale Komposition der Erlöserkirche des Tolga-Klosters aus dem späten 17., frühen 18. Jahrhundert nachzuahmen.
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