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Die Kirche Prokopius in Nowgorod

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Im Jahr 1529 beauftragte der Moskauer Kaufmann Dmitri Ivanovich Syrkov, Sohn von Ivan Syrkov, den Bau der Kirche Prokopius. Der Tempel wurde auf dem Gelände des Jaroslaw-Hofes an der Stelle der ursprünglichen Steinkirche errichtet, die 1359 gebaut wurde. Der Auftraggeber strebte nicht nur ein frommes Werk an, sondern auch die Schaffung eines zuverlässigen Schutzes für den Fall von Krieg, Volksunruhen oder Feuer. Daher hat der Tempel, wie die Kirche der Frauen-Mironerinnen, drei Etagen.

Unter dem Gebäude wurde ein Keller eingerichtet, der in alten Chroniken als „Keller“ bezeichnet wird, zusätzlich zu einem Untergeschoss, das sich auf Erdgeschossebene befindet. Die Etagenzahl ist an der Fassade nicht ausgeprägt, was für Kirchen des 15. Jahrhunderts charakteristisch ist. Es handelt sich um ein viersäuliges, kreuzkuppelartiges Bauwerk mit einer Kuppel. Der Einfluss der Moskauer Architektur ist in der kielförmigen Abschlussgestaltung des mittleren Fassadenteils, der Dekoration der Tambours und den kielförmigen Bögen des westlichen Anbaus deutlich zu erkennen. Wie zuvor gibt es hier drei Apsiden anstelle von einer, was ebenfalls mit der Moskauer Baukunst verbunden ist.

Die Kirche der Schutzmantel verbindet sich mit der Architektur Nowgorods nur durch die allgemeine Komposition und das achtseitige Dach. Bei der älteren Backsteinkirche waren die geometrischen Formen ausgeprägter. In der westlichen Wand des heutigen Tempels gibt es eine schmale innere Treppe, die in das zweite Obergeschoss führt. Im Diakonat befand sich im Jahr 1552 oder 1565 die Kapelle des Heiligen Alexander Swirsky. Die Malerei der Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert, was durch Fragmente der Malerei am südwestlichen Pfeiler bestätigt wird. In der Antike litt die Kirche zweimal unter Bränden: im Jahr 1542 und im Jahr 1709.

Im 19. Jahrhundert wurde ein westlicher Vorbau angebaut, der alte Vorraum aufgestockt, der nordwestliche Pfeiler abgerissen und die östlichen Pfeiler umgebaut. Von 1953 bis 1955 wurde unter der Leitung der Architektin und Restauratorin Tamara Viktorowna Gladensko eine Rekonstruktion dieses architektonischen Denkmals durchgeführt. Die Kirche zeichnet sich durch hervorragende Proportionen, Plastizität und Zurückhaltung in der Dekoration aus. Im Inneren ist am südwestlichen Pfeiler eine monumentale Malerei aus dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben. Hier begegnet man zum ersten Mal in Nowgorod der Konstruktion erhöhter Stützbögen, die für die Architektur von Pskov und Moskau charakteristisch sind. Dank ihrer fesselnden Proportionen und der zurückhaltenden Dekoration beeindruckt das Bauwerk durch Ausdruckskraft, Einfachheit und Bescheidenheit.

Geo-Punkt

Церковь Прокопия в Великом Новгороде

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