Die Schutzmantel-Kirche im Dorf Groß Kuyash in der Region Tscheljabinsk wurde zu Ehren des Sieges über die Armee Napoleons errichtet. Im Jahr 1807 wurde im Dorf eine kleine Kirche zur Geburt Christi gebaut, aber aufgrund der großen Anzahl von Gläubigen konnte sie nicht alle Wünsche erfüllen, weshalb daneben eine geräumigere Kirche der Schutzmantel der Heiligen Gottesmutter errichtet wurde.
Die Kirche steht auf einem künstlichen Hügel, den die Dorfbewohner von Hand aufgeschüttet haben. Von Westen führte eine hohe steinerne Treppe zu ihr, und über einen Graben wurde eine steinerne Brücke mit Geländer geschlagen. Zum Gottesdienst läuteten sieben Glocken.
In der Sowjetzeit wurde die Kirche geschlossen und geplündert. Die Kommunisten zerstörten die Kreuze und Kuppeln. Im Gebäude befanden sich ein Kino, ein Klub, Lagerhäuser des Kolchos und des Staates sowie ein Getreidespeicher. Die größten Zerstörungen ereigneten sich in den 1980er Jahren, als die Dorfbewohner das Dach, die Böden, Fenster und Türen für ihre eigenen Bedürfnisse abbrachen. Von der Kirche blieben nur die Wände übrig, die selbst mit schwerem Gerät nicht zerstört werden konnten.
Das Gebäude aus Ziegeln steht auf einem Bruchsteinfundament. Ein hoher Sockel umgibt es rundherum. Das ursprüngliche Dach ist fast vollständig verloren. Die zentral-axiale Komposition des Gebäudes besteht aus dem großen Volumen der Kirche mit gewölbtem Gewölbe, dem länglichen Volumen des Vorraums mit dem Glockenturm, verbunden mit der Kirche durch die Trauungsstätte, und der rechteckigen Apsis im Osten.
Die Fassaden der Kirche sind mit einem gestuften Gesims verziert. Die südlichen und nördlichen Fassaden sind durch ein vier Säulen umfassendes Portal mit Giebel hervorgehoben. Das zweite Licht der Kirche ist in Form eines Vierecks mit rechteckigen Fenstern gestaltet. Eine eingestürzte Kuppel auf dem achteckigen Hals, durchzogen von zwei kleinen Fenstern, krönte das gewölbte Gewölbe der Kirche. Der zweigeschossige Glockenturm über dem rechten Teil des Vorraums ist in Form eines Vierecks gestaltet.
In den Jahren 2009-2014 wurde die Restaurierung des Ziegelmauerwerks der Innenräume, die Wiederherstellung und Rekonstruktion des Putzes der Decken und Wände des Kirchenraums, des Glockenturms, des Vorraums und der Trauungsstätte sowie des Putzes der Decken und Wände der kleinen Kirche zur Geburt Christi durchgeführt. Es wurden Arbeiten zur Herstellung von Estrichböden, zur Restaurierung der nördlichen und südlichen Eingänge, zur Wiederherstellung des Ziegelmauerwerks der Treppen und zur Herstellung von Estrich der Treppen sowie zur Restaurierung der Sockel der Säulen der Portale durchgeführt.
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