Am Ende des 18. Jahrhunderts entstand am Ufer des Flusses Bahtemir das Dorf Ikryanoe. Ursprünglich ließ Graf D.A. Zubov die Umsiedler auf dem Zubov-Hügel ansiedeln, aber die Erschließung des neuen Gebiets war schwierig. Rundherum gab es Schilf, Sümpfe und Kanäle, und es mangelte an Ackerland. Im Jahr 1801 kaufte Ivan Andrejewitsch Warwazij, bekannt als Ioannis Andrias Leontidis, Land von dem Kollegialassessor Skripizyn und siedelte 1807 die Bewohner an einen neuen Ort am Fluss Ikryanka um. Das Dorf begann allmählich zu wachsen. In den ersten Jahren bestand es aus 18 Bauernhäusern, die sich in einer breiten Straße aneinanderreihten, am Ende der Straße stand eine Holzkirche mit einem Ikonostase. Nach und nach wuchs und blühte die Siedlung. Im Jahr 1841, laut anderen Angaben im Jahr 1873, wurde die alte Holzkirche durch eine Steinkirche zu Ehren der Heiligen Peter und Paul ersetzt. Laut dem Astrakhaner Gouvernementsstatistikkomitee gab es 1877 in Ikryanoe etwa 200 Höhlen und 594 Einwohner. Im Dorf gab es eine Volksschule, ein Lehrinstitut und zwei Fabriken: eine Ziegelfabrik und eine Fabrik zur Herstellung von Fischöl.
Mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts und im Jahr 1917 begann die Zeit des Gotteslästerung. Im Jahr 1936 wurde die orthodoxe Peter-Pauls-Kirche praktisch zerstört. Die Gläubigen, die die Kirche besuchten, berichteten, dass viele während der Zerstörung das Erscheinen der Gottesmutter sahen, die über dem Tempel weinte. Im Jahr 1995 wurde das Gemeindeleben wiederbelebt. Die Verwaltung des Dorfes stellte das Gebäude des ehemaligen Kinos der Kirche zur Verfügung. Das ist symbolisch, denn in den sowjetischen Jahren wurden Kirchen in Clubs und Kinos umgewandelt, und jetzt wurde das Kino zur Kirche. Es stellte sich heraus, dass das Land unter dem Kino kirchlich war. Zeugenberichten zufolge befand sich der zerstörte Tempel in der Nähe der heutigen Gemeinde. Jetzt wird das Gebäude aktiv in eine Kirche umgewandelt: Eine Kuppel mit einem Kreuz wurde installiert, eine innere Umgestaltung durchgeführt und ein temporäres Ikonostase eingerichtet. Die Gläubigen haben einen besonderen Respekt vor dem wundertätigen Ikon der Heiligen Matrona von Moskau und den Reliquien der Heiligen von Diveevo. Der Umbau der Kirche geht weiter.
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