Einer der bemerkenswertesten Tempel, die das Schicksal Russlands im vergangenen Jahrhundert widerspiegeln, ist die Kirche der heiligen Apostel Peter und Paul, die im Weiler Kamenny Brod, nahe Rostow am Don, liegt. Die Geschichte dieses Tempels beginnt im Jahr 1780, als Kosaken in die Siedlung Kamenny Brod zogen. Lange Zeit besuchten sie die Gemeinde in der Staniza Gruschowskaja, beschlossen dann jedoch, eine eigene Kirche zu bauen. Im Jahr 1862 wurde mit Mitteln der Gemeindemitglieder die erste im Weiler einstöckige Holzkirche zu Ehren der Apostel Peter und Paul errichtet.
Die Kirche wurde am 27. April 1864 geweiht, und bald darauf entstand neben ihr der erste Friedhof. Doch am 20. Mai 1881 verursachte ein Blitzschlag ein Feuer, und die Kirche brannte nieder. Im Jahr 1885 wurde an ihrer Stelle eine neue Kirche erbaut, die am 10. November desselben Jahres geweiht wurde. Im Jahr 1905 wurde das Gebäude erweitert und es wurden zwei kirchliche Schulen eröffnet: für Jungen und Mädchen. So wurde die Kirche der heiligen Apostel Peter und Paul nicht nur zu einem spirituellen, sondern auch zu einem sozialen Zentrum des Weilers Kamenny Brod.
Mit dem Kommen der sowjetischen Macht wurde die Kirche mehrfach geplündert und geschlossen. In der Zeit von Chruschtschow wurde im Gebäude des Tempels zunächst ein Sportraum und später ein Lager für Chemikalien eingerichtet. Später stand das Gebäude lange leer, und zur Zeit der Perestroika blieben von der Kirche nur noch die Wände übrig. Im Jahr 1990 war geplant, darin einen Club zu eröffnen, aber aufgrund von Geldmangel geschah dies nicht. Bis 1997 setzte der Verfall des Gebäudes fort und begrub die Hoffnungen auf Wiederherstellung.
Die Wiederbelebung der Gemeinde der heiligen Apostel Peter und Paul war langwierig. Im Jahr 1997 begann die Rekonstruktion der Kirche, aber bald wurden die Arbeiten eingestellt und erst 2008 wieder aufgenommen. Am 17. Oktober 2010 wurde der Gebetsraum der Kirche eröffnet, und im Jahr 2012 wurden die Glocken installiert. Im Jahr 2013 wurde der Hauptteil der Kirche wiederhergestellt.
Heute ist die steinerne Kirche der heiligen Apostel Peter und Paul das Zentrum des Lebens im Weiler Kamenny Brod und ein Denkmal der jahrhundertealten Geschichte dieser Kosakensiedlung. Sie benötigt weiterhin finanzielle und bauliche Unterstützung, aber die Gemeinde ist bereits ein fester Bestandteil des Lebens der Weilerbewohner geworden.
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