Die Kirche von Peter und Paul ist das älteste architektonische Denkmal von Smolensk. Sie wurde in den 40er und 50er Jahren des 12. Jahrhunderts von Fürst Rostislaw Mstislawitsch errichtet, vermutlich als Landkirche an den Orten, wo der Fürst jagte.
Während der polnischen Herrschaft über Smolensk wurde die Peter-Pauls-Kirche in eine unierte Kathedrale umgewandelt. Im Jahr 1675, nach der Rückkehr Smolensks unter die Herrschaft Moskaus, wurde sie wieder orthodox.
Der Tempel zeichnet sich durch Majestät und Strenge aus. Seine Wände sind aus flachen Ziegeln, die Plynfa genannt werden, errichtet. Der massive kubische Bau mit drei halbzylindrischen Apsiden im Osten wird von einer zwölfeckigen Trommel gekrönt. Im Inneren wird die Kuppel von massiven Bögen getragen, die auf vier großen Säulen ruhen. In ihren künstlerischen Formen ist die Peter-Pauls-Kirche ein typisches Beispiel für einen kreuzkuppeligem Tempel, der aus Byzanz übernommen wurde.
Die Abmessungen des Tempels sind bescheiden: Die Länge von Osten nach Westen, einschließlich der Altarvorsprünge, beträgt 19,8 Meter, und die Breite von Norden nach Süden 16,8 Meter. Der kubische Bau des Tempels ist durch Lisenen mit Halbsäulen in drei Teile gegliedert. Die drei Altarhalbkreise sind mit vertikalen Bändern und einem Gürtel blinder Nischen geschmückt. Die schmalen Fensteröffnungen und die gestuften Eingänge-Portale in der Mitte der Fassade verleihen dem Gebäude ein strenges und raues Aussehen.
Die raue Glätte der Wände wird durch einige dekorative Elemente belebt: Bänder aus gemusterter Ziegelmauer, Arkaturen, dekorative Kreuze, figürliche Nischen auf der Trommel und schmale Züge. Ursprünglich war das Gebäude auf drei Seiten von einer Galerie-Grablege umgeben, die nicht wiederhergestellt wurde.
Im Inneren des Tempels befinden sich an der Westwand die Emporen und der Raum für den Fürsten und seine Gefolgsleute. Zu den Emporen führt eine enge Treppe, die in der Wand eingebaut ist. Die Böden der Kirche waren mit glasierten Plynfa von Standardgröße bedeckt, während die Böden der Kapellen mit kleinen bunten Keramikfliesen ausgelegt waren. Quadratische Fliesen waren diagonal und dreieckige an der Hypotenuse hatten farbige Einschlüsse: helle auf dunklem Hintergrund und dunkle auf hellem. Im Jahr 1967 wurde die Kirche nach dem Entwurf des verdienten Kulturarbeiters der RSFSR P.D. Baranowski restauriert.
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