Das Dorf Jazykowo, gelegen an Teichen, befindet sich 23 km von Sudogda und 66 km von Wladimir entfernt. Die Kirche in Jazykowo existierte bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts. In den patriarchalischen Büchern wird erwähnt: "Die Kirche des großen Wundertäters Nikolaus im Dorf Jazykowo im Besitz von Karp Nawalkin." Laut den Schreiberbüchern von 1643 war Jazykowo ein altes Gut von Stepan Petrowitsch Nawalkin. Im Dorf befanden sich die Kirche des Heiligen Nikolaus und die warme Kirche der heiligen Märtyrerin Paraskeva, beide aus Holz und von den Gutsherren erbaut. Im Jahr 1648 gehörte Jazykowo zum Gut des Betstuhls Michail Alexejewitsch Rtišchew, und 1653 zum Gut des Metropoliten von Krutitsy, später des Metropoliten von Saransk und Podonsk.
Laut dem Verzeichnis von 1702 war die Kirche in Jazykowo reich an alten Ikonen, oft mit Lebensgeschichten und in silbernen, vergoldeten Rahmen. Es gab nur eine Kirche, die dem heiligen Wundertäter Nikolaus gewidmet war, mit einer warmen Kapelle zu Ehren der Märtyrerin Paraskeva. In ihr befand sich ein dreistöckiger Ikonostas. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche umgebaut und 1757 geweiht. Die Gemeinde umfasste das Dorf Jazykowo und die Dörfer Scharczow, Radilow, des Bolotzkoer Glaswerks. Laut den Kirchenlisten lebten in diesen Siedlungen 551 Männer und 607 Frauen. In Jazykowo gab es eine kirchliche Schule mit 21 Schülern.
In der Sowjetzeit wurde die Kirche in Jazykowo als Denkmal der Holzarchitektur unter staatlichen Schutz gestellt, aber ihr Zustand verschlechterte sich. 1932 wurde der Priester Pawel Janow verhaftet, 1936 Dmitrij Lewkojev und 1937 der Priester Wassilij Tretjakow.
Im Jahr 1996 gab es in Jazykowo ein starkes Feuer, das 15 Häuser und 10 Bäder zerstörte. Der Feuerwehrmann Alexander Kudryashov berichtete, dass er beim Heranfahren an die Wasserquelle unter den brennenden Häusern ein überlebendes Häuschen bemerkte. Neben ihm stand eine alte Frau mit einer Ikone der Gottesmutter von Kasan, die dreimal um das Haus ging. In diesem Moment sprang das Feuer, ohne das Haus zu berühren, auf das nächste über. Dabei blieb die zerstörte Kirche unversehrt.
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