Das Dorf Ustje liegt 16 Werst von Wladimir entfernt, an der Stelle, wo der Fluss Koloksha in die Kljazma mündet. Früher wurde es "Pogost des heiligen Nikolaus, der am Mündungsort des Flusses Koloksha liegt" genannt. Im 17. Jahrhundert standen laut den patriarchalischen Büchern im Dorf zwei hölzerne Kirchen: eine zu Ehren des heiligen Nikolaus des Wundertäters und die andere zu Ehren des heiligen Propheten Elia. Im Jahr 1731 wurde die Kirche des heiligen Elia aufgrund von Baufälligkeit abgerissen und durch eine neue ersetzt. Beide Kirchen existierten bis 1802, als die Nikolauskirche brannte und die Elia-Kirche wahrscheinlich abgerissen wurde. Im selben Jahr begann der Bau einer Steinkirche, der 1805 abgeschlossen und geweiht wurde, mit einem steinernen Glockenturm. In der Kirche gibt es drei Altäre: einen im kalten Teil zu Ehren des heiligen Nikolaus des Wundertäters und zwei in den warmen Kapellen, zu Ehren der Geburt der Heiligen Gottesmutter und des heiligen Propheten Elia. Unter den Ikonen sticht das alte Bildnis des heiligen Nikolaus hervor, das von den Gläubigen besonders verehrt wird.
Die metrischen Bücher seit 1800 und die Beichtlisten seit 1829 werden vollständig aufbewahrt. Das Verzeichnis des Kirchenvermögens, das 1881 erstellt wurde, wird ebenfalls in der Kirche aufbewahrt. Der Kirche gehören zwei steinerne Kapellen in den Dörfern Parfenjewo und Bolshoye Ivankovo sowie ein zweigeschossiges Steinhaus mit einem eisernen Dach, in dem seit 1876 im oberen Stockwerk eine Volksschule untergebracht ist. Das Kirchenland umfasst 1 Dezimal 1000 Quadrat-Sazhen des Wohnlandes, 26 Dezimal Ackerland, 18 Dezimal Wiesenland und 2 Dezimal 780 Quadrat-Sazhen unbrauchbares Land. Ein Plan und ein Grenzbuch für das Land sind vorhanden.
Der Gemeinde sind zwei Priester, ein Diakon und zwei Psalmodisten zugeordnet. Das jährliche Einkommen der Gemeinde beträgt bis zu 2417 Rubel. Die Häuser der Gemeinde befinden sich auf dem Kirchenland. Die Gemeinde umfasst das Dorf und 18 Dörfer, die nicht weiter als 7 Werst von der Kirche entfernt sind. Insgesamt gibt es in der Gemeinde 694 Höhlen, in denen 2092 Männer und 2181 Frauen leben.
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