Am 17. August 2006 haben Mitarbeiter des Museums-Reservats "Kizhi" zusammen mit den Einheimischen ein Kreuz neben der zerstörten Kirche des Heiligen Nikolaus aufgestellt. Diese Aktion, genannt "Wiedergeburt", wurde im Rahmen einer Vereinbarung über soziale Partnerschaft zwischen dem Museum-Reservat "Kizhi" und dem Bezirk Medvezhegorsk, die 2004 unterzeichnet wurde, durchgeführt.
Die Kirche des Heiligen Nikolaus von Myra befindet sich in der Schutzzone des Museums-Reservats "Kizhi". Derzeit sind Konservierungsarbeiten erforderlich, um die Überreste des Gebäudes zu erhalten, das schnell verfällt. Diese Arbeiten sowie die Renovierung werden vom Zimmermannszentrum des Museums-Reservats "Kizhi" durchgeführt, das auch das Kreuz hergestellt hat. Dies ist bereits die zweite Aktion zur Rettung des Denkmals von Zaonezhje, das sich außerhalb des Territoriums des Museums befindet; die erste war die Renovierung der Kirche im Dorf Lelikovo. Das Kreuz wurde von dem Leiter des Spaso-Kizhi-Pfarrhauses, Protopriester Nikolai Ozolin, geweiht. Die Aufstellung des Kreuzes wurde zu einem bedeutenden Ereignis für die Dorfbewohner, die sich an diesem Tag versammelten. An der Veranstaltung nahmen auch Mitarbeiter des Folklore- und Ethnographietheaters des Museums-Reservats "Kizhi" teil, die geistliche Gedichte und zaonezhische Volkslieder vortrugen.
Das Dorf Sennaja Guba liegt auf der großen Klimentz-Insel. Die Kirche des Heiligen Nikolaus, die 1810 auf einer kleinen Landzunge am See im nordwestlichen Teil des Dorfes erbaut wurde, diente als Orientierungspunkt für Schiffe in den Kizhi-Schären des Onega-Sees. Die Höhe der Kirche betrug 30 Meter. Sie verkörperte die Ideen der traditionellen Volksarchitektur von Zaonezhje und des Russischen Nordens, zeichnete sich durch ihre Höhe, ihren ausdrucksvollen Umriss und ihre Harmonie mit der Natur aus. Für den Bau wurden Ziegel für die Wände und Holz für den oberen Teil mit Kuppeln verwendet. Die Kirche wurde in Form eines "Schiffes" erbaut, das den Altar, den Hauptteil, die Vorhalle und den Glockenturm umfasste.
Leider wurden bei einem Brand im Jahr 1989 alle Holzteile der Kirche und die Innendetails zerstört. Jetzt ist es ein steinernes Gerüst mit Überresten von Fenstern und Türen. Die Kirche hat ihre Rolle als architektonisches Dominant in den Kizhi-Schären verloren, die die Staffelstäbe architektonischer Akzente nach Norden, zur Verklärungskirche auf der Insel Kizhi, übertrugen.
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