Das Gebäude wurde am 26. Mai 1902 auf dem Gelände des Krasnojarsker Stadtkrankenhauses errichtet. Der Bau wurde von der erblichen Ehrenbürgerin Tokareva I.I. finanziert, nach einem Entwurf des Gouvernementsarchitekten Sokolowski V.A. Die Bauleitung hatte der leitende Arzt des Stadtkrankenhauses, Prein A.P. Die Fertigstellung des Bauwerks erfolgte im Jahr 1907.
Das einstöckige Gebäude mit Keller, das für die Krankenhauskirche vorgesehen ist, befindet sich im Zentrum des Komplexes des Stadtkrankenhauses, zwischen den Straßen Mira, Weinbaum und Marx. Der Grundriss des Gebäudes hat eine längsachsige Struktur: ein quadratischer Raum des Tempels mit einer rechteckigen Altarapsis und einem im Westen angrenzenden rechteckigen Vorraum. Im Norden schließt sich ein quadratischer Raum eines weiteren Vorraums an die Kirche an. Unter der Altarapsis befindet sich ein quadratischer Keller.
Die architektonische Komposition des Gebäudes umfasst einen Tempel mit einem vierseitigen Dach, an den sich im Osten, Westen und Norden abgesenkte Volumen der Altarapsis und Vorräume mit geneigten Dächern anschließen. Im Süden schließt sich an die Altarapsis ein Anbau mit einem Eingang zum Keller an. Der Haupteingang befindet sich an der Westfassade.
Die Decken des Gebäudes sind gewölbt: im Tempel ein Kreuzgewölbe, in der Altarapsis und im westlichen Vorraum Konchen. Im südlichen Vorraum ist die Decke flach auf Holzträgern. Die Ecken des westlichen Vorraums sind mit Lisenen mit quadratischen Breiten verziert, die gleichen Lisenen schmücken die Ecken des Hauptvolumens des Gebäudes. Hier wird die vertikale Reihe der Breiten durch halbrunde Säulen mit „Übergriffen“ ergänzt. Über den Lisenen befinden sich halbrunde Kokoshniki. Die Gesims des Gebäudes besteht aus einem Profil mit feinen Bruchkanten und einem trockenen Gürtel. Dieses Motiv wiederholt sich in der Gestaltung des Zwischenstockgesimses. Die Wände des Eingangsportals sind in Geschosse durch horizontale Bänder unterteilt und mit vertikalen Streifen verziert. Der untere Teil der Wände ist mit hervortretenden quadratischen Elementen dekoriert.
Die Fensteröffnungen des westlichen Vorraums und der Altarapsis haben Säulenrahmen mit paarweise angeordneten halbrunden Kokoshniki. Der dreizentrische Bogen des Eingangs zum Vorraum ist mit einem trockenen Gürtel gestaltet.
In den 1930er Jahren wurden die lichtdurchlässige achteckige Tambour mit der Kuppel des Tempels und der Tambour mit der Kuppel der Altarapsis sowie die dreieckigen Giebel der westlichen und nördlichen Portale abgerissen. In den 1960er und 1970er Jahren wurde das Gebäude durch mehrere Anbauten erweitert und neue Öffnungen in den Wänden geschaffen. Das nördliche Portal ist mit einem dreizentrischen Bogen auf Bündeln von Halbsäulen verziert, das westliche mit dem Motiv von paarweise angeordneten Halbsäulen. Die Wände und Gewölbe des Gebäudes sind aus Ziegeln errichtet, das Dach ist geneigt und mit Metall gedeckt.
Restaurierungsarbeiten wurden nicht durchgeführt. Im Jahr 1995 entwickelten die Architekten Blochin A.F., Schumow K.J. und Christjuk-Gribanowa O. einen Entwurf für die Restaurierung, der im Unternehmen „Krasnojarskarchprojekt“ aufbewahrt wird.
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