Dieser Tempel wurde 1913 mit Mitteln der Gläubigen erbaut, kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Ursprünglich war er als Kapelle geplant, doch später entschied man sich, einen Altar und einen Tisch einzurichten. Die Kirche wurde dem Heiligen Dreifaltigkeits-Frauenkloster im Dorf Sumarokovo im Bezirk Bui zugeordnet. 1914 wandte sich die Äbtissin des Klosters, Igumenia Ioanna, an die Kirchenbehörden mit der Bitte, die Kirche zu Ehren des Theodorov-Ikone der Gottesmutter zum Gedenken an das 300-jährige Bestehen des Hauses Romanow zu weihen. Aufgrund der Schwierigkeiten der Kriegszeit konnte ihr Anliegen jedoch nicht rechtzeitig behandelt werden. Die Einzigartigkeit der Heilig-Nikolai-Kirche lag in ihrer Lage: Sie befand sich direkt neben dem Bahnsteig, und die Passagiere standen beim Aussteigen aus dem Zug sofort vor der Tür der Kirche. Da Bui ein wichtiger Knotenpunkt war, war diese Lage sehr praktisch. Leider blieb die Kirche nicht lange in Betrieb. In den Jahren 1928-1929, während der Verfolgungen der Orthodoxen Kirche, wurde sie von den sowjetischen Behörden geschlossen. Kurz vor dem Krieg wurde das Gebäude der Kirche mit dem Bahnhof zusammengelegt und als Warteraum genutzt. Die Frage der Rückgabe der Kirche an die Gläubigen wurde 1993 von der Geistlichkeit und den Bewohnern von Bui aufgeworfen. Mit dem Segen des Erzbischofs von Kostroma und Galitsch, Alexander, begannen die Verhandlungen mit verschiedenen Instanzen, aber der Wiederherstellungsprozess war langwierig. Erst im Oktober 2000 wurde die Kirche der Orthodoxen Kirche zurückgegeben, und ihre Restaurierung begann. Im Mai 2001 wurde in der Kirche eine Gemeinde gegründet. Während der Schließung verlor die Kirche ihre Kuppeln und Kreuze sowie die innere Ausstattung, weshalb der Umfang der Restaurierungsarbeiten erheblich war. Die Leitung der Restaurierung wurde dem Pfarrer der Auferstehungskirche in Bui, Protopriester Arkadi Klimov, unter der Aufsicht von Bischof Alexander übertragen. Der Erzbischof überwachte persönlich den Fortschritt der Arbeiten, suchte nach Wohltätern und Mitteln für die Wiederherstellung. In Russland gibt es nur noch wenige Kirchen, die so nah an den Bahnsteigen liegen, und alle haben eine wichtige missionarische Bedeutung. Bischof Alexander ehrte die Personen, die einen bedeutenden Beitrag zur Wiederherstellung der Heiligkeit geleistet hatten, mit hohen kirchlichen Auszeichnungen.
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