Die Backsteinkirche, die dem heiligen Märtyrer Nikita gewidmet ist, wurde 1695 im Stil des Moskauer Barocks erbaut. Ursprünglich diente sie als Hauskirche für die reiche Kaufmannsfamilie Mischaninow aus dem alten Kolomna. Der Gründer dieser Familie war Demid Mischaninow, der wahrscheinlich den Bau der Kirche initiierte.
Im 18. Jahrhundert wurde der Glockenturm umgebaut, eine geschlossene Vorhalle hinzugefügt und das nördliche Seitenschiff erweitert. In den Jahren 1858 und 1860 wurden in dem warmen Speisesaal die gewölbten Decken ersetzt, um ein zweites südliches Seitenschiff zu schaffen. Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes änderte sich vom Barockstil zum späten Empire. Die Nikita-Kirche ist ein einschiffiges, säulenfreies Bauwerk in Form eines hohen, zweigeschossigen Vierecks mit einem geschlossenen Gewölbe. Sie hat zwei Seitenschiffe: zu Ehren des Apostels Jakobus, des Bruders des Herrn, und des heiligen Mitrophan von Woronesch. An den Wänden und Gewölben sind Malereien aus dem Jahr 1830 mit späteren Aktualisierungen erhalten geblieben.
In der Familie des Priesters dieser Kirche P.M. Nikitski wurde 1824 der Sohn Nikita geboren, der Philosoph, Publizist und Verleger wurde. Im Kolomensker Geistlichen Seminar erhielt er den Nachnamen Gilyarov, und aufgrund seiner Erfolge im Moskauer Seminar und der Geistlichen Akademie wurde ihm der Name Platonov hinzugefügt, als Stipendiat des Metropoliten Platon.
In der Kirche wurden Reliquien aufbewahrt, darunter das wundertätige Jerusalem-Porträt der Gottesmutter, ein Kreuz und das Wladimir-Porträt, das Fürst Dmitri Posharsky gehörte und ihm, so die Überlieferung, auf seinen Feldzügen begleitete. Hier befanden sich auch die Reliquien vieler Heiliger.
In der Umgebung wurde der heilige Märtyrer Nikita als Schutzpatron der Säuglinge verehrt, und für das "Nikita"-Heilige Wasser zur Heilung von Kindern kamen Menschen aus der ganzen Stadt.
In der Sowjetzeit wurde die Kirche zerstört und geplündert. Die erste Liturgie in der neu eröffneten Kirche fand am 28. September 2001 am Tag des Gedenkens an den heiligen Märtyrer Nikita statt. Im Jahr 2002 wurde im Seitenschiff des Apostels Jakobus ein Ikonostase installiert, die vom kolomensker Künstler Andrei Gavrilov geschaffen wurde. Der Kirchenchor wird besonders gefördert. An der Kirche arbeiten eine Sonntagsschule und ein städtisches orthodoxes Sommerlager.
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