Ursprünglich mussten die Bewohner des Dorfes Nowy Orenburg, das heute als Dorf Schmidt bekannt ist, eine erhebliche Strecke über unbefestigte Straßen zur nächsten Stadtgemeinde, der Petropawlowskaja Kirche, zurücklegen, was Unannehmlichkeiten verursachte. Im Laufe der Zeit errichteten sie gemeinsam ein kleines Gebetshaus, das bald zu klein wurde.
Im Jahr 1908 wurde mit Mitteln von W.M. Suroshnikov ein neues Holzgebetshaus auf einem Steinfundament gebaut. Am 15. Januar 1909 wurde es zu Ehren des Erzengels Michael geweiht. Doch auch dieses konnte nicht alle Gläubigen fassen, da die Bevölkerung des Dorfes weiter wuchs.
1915 begann der Bau einer neuen Steinkirche, für deren Bau bedeutende Spenden von W.I. Pustoschkin und E.I. Ivanova geleistet wurden. Am 13. November 1915 wurde die Kirche im Namen der Geburt der Heiligen Gottesmutter geweiht. Die Weihe wurde vom Exarchen Georgiens, Erzbischof Pitirim, durchgeführt, der am Vorabend in Samara angekommen war, zusammen mit Michael, dem Bischof von Samara und Stavropol. Dieses Ereignis war besonders wichtig für die Samaraer, da die Kirche in der Zeit errichtet wurde, als Pitirim Bischof von Samara und Stavropol war, Ende 1913 und Mitte 1914. Einer der Seitenschiffe der neuen Kirche wurde am 17. April 1915 geweiht. Der Hauptaltar wurde im Namen der Geburt der Heiligen Gottesmutter geweiht, der rechte zu Ehren des Erzengels Gottes Michael und der linke zu Ehren des heiligen Basilius des Bekenners. Diese Kirche wurde zur letzten, die in Samara und Umgebung vor der Revolution erbaut wurde.
Das Gebäude der Kirche wurde etwas mehr als 10 Jahre lang für seinen Zweck genutzt. Am 17. September 1929 wurde die Kirche im Dorf Nowy Orenburg auf Beschluss des Präsidiums des Samaraer Stadtrats geschlossen und dem Bildungsministerium zur Unterbringung einer Schule übergeben. Im Jahr 1930 wurde das Gebäude als Klub für Eisenbahner genutzt. Während des Großen Vaterländischen Krieges befand sich hier ein Evakuierungskrankenhaus, und 1947 eine epidemiologische Klinik der Verkehrspolizei. In den folgenden Jahren beherbergte die ehemalige Kirche einen Sportplatz und während der Perestroika eine Genossenschaft.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.