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Die Kirche des Erzengels Michael in Jurino

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Im Zentrum des Dorfes Jurino, bekannt für sein Sheremetyev-Schloss, erhebt sich majestätisch unter den Bäumen eines der schönsten orthodoxen Bauwerke der mittleren Wolga. Diese Kirche wird oft als das Juwel der gesamten Region bezeichnet.

Die Geschichte ihrer Entstehung ist folgende. In Jurino, in der Nähe des Schlosses, stand auf einem Hügel, bekannt als "Makovka", eine hölzerne Kirche, die dem Erzengel Michael gewidmet war. Mitte des 19. Jahrhunderts konnte sie bereits nicht mehr alle Gläubigen fassen, und es entstand die Notwendigkeit, einen neuen Tempel zu bauen. Die Mittel dafür wurden von der Gemeinschaft gesammelt, einen erheblichen Teil stellten die Sheremetyevs, die Besitzer des Schlosses und des Anwesens, zur Verfügung. Kaufleute, Arbeiter und Bauern trugen ebenfalls ihren Teil bei. Die neue zweigeschossige Steinkirche wurde in den Jahren 1869-1889 erbaut. Die alte Holzkirche stand in Jurino bis in die 1920er Jahre, als sie bei einem Brand zerstört wurde und nicht mehr wiederhergestellt wurde. Der Name des Architekten der neuen Erzengel-Michael-Kirche ist unbekannt, aber einige der Bauherren sind bekannt: Smyslovs, Morozovs, Belyakovs. Eines ist klar: Die Kirche wurde nach einem einzigartigen Projekt gebaut, das sich durch eine originelle Komposition und Dekor auszeichnet.

Der Tempel basiert auf dem Typ "Achtkant auf Viereck". Rund um das Viereck sind an den Seiten des Kreuzes Kapellen mit mächtigen Bögen angeordnet, und diagonal sind Türmchen harmonisch in die Gesamtkomposition eingefügt. Infolgedessen wird das fünfkuppelige Viereck durch vier weitere Kuppeln ergänzt. Die neunkuppelige Kirche wirkt majestätisch und feierlich. Die Kombination aus Rot und Weiß unterstreicht die Festlichkeit des Bauwerks. Die dekorative Ausstattung harmoniert mit der Gesamtkomposition der Kirche. Die Mischung verschiedener ornamentaler Stile, die für die Kirchenarchitektur jener Zeit charakteristisch ist, verleiht der Kirche Leichtigkeit und Harmonie. Ein kleiner Speisesaal verbindet den Tempel mit dem Glockenturm, der nur noch eine von drei Etagen erhalten hat. Besonders originell sind die Deckenkonstruktionen des zentralen Tambours in Form eines Zeltes mit runden Fenstern gelöst. Eine Restaurierung der seitlichen Türmchen und die Wiederherstellung des Glockenturms stehen bevor. Die Wände und Gewölbe der Kirche wurden von Meistern aus Nischni Nowgorod und Wladimir bemalt.

Beim Tempel befand sich ein Friedhof, auf dem die Geistlichen beigesetzt wurden. In einer speziellen Gruft wurden Wassili Petrowitsch, Olga Dmitrievna und ihr Sohn Peter Wassilievich Sheremetyev, die letzten Besitzer des Anwesens und des Schlosses vor der Revolution von 1917, beigesetzt.

In den 1930er Jahren wurde der Erzengel-Michael-Tempel geschlossen und verwüstet. Die Glocken wurden abgenommen, die Kreuze entfernt, die Innenmalereien übermalt. Im Februar 1941 berichtete das Juriner Stadtkomitee, dass die Kirche in ein Kino und einen Club umgebaut wurde. Im ersten Stock wurden Filme gezeigt, im zweiten befand sich der Club.

1989 wurde die Kirche auf Bitte der Bewohner des Juriner Bezirks den Gläubigen zurückgegeben. Restaurierungsarbeiten begannen, die bis heute andauern. Am 19. November 1991 wurde ein großes Kreuz auf die Hauptkuppel gesetzt, und am 8. August 1996 weihte der Bischof von Yoshkar-Ola und Mari El, Ioann, die Nikolai-Kapelle der Kirche. Das Juriner Juwel hat wieder seine wahre Bestimmung gefunden.

Geo-Punkt

Церковь Михаила Архангела в Юрино

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