Vor etwa hundertfünfzig Jahren bauten die Bewohner des Dorfes Pawlowka eine Friedhofskirche, die zu Ehren des Erzengels Michael geweiht wurde. Zu dieser Zeit gab es in Pawlowka viele Höhlen, und die Menschen waren fromm und gottesfürchtig. Doch in den dreißiger Jahren erschien unter ihnen ein Mann, der entweder Wanja oder Wassja hieß und unter dem Spitznamen Sych bekannt war. Dieser lokale Bandit brach eines Nachts, ohne Angst vor Gott oder Menschen, mit einer Axt in das Haus des Priesters ein. Er hoffte, dort Reichtum zu finden, entdeckte jedoch nur einen Sack mit Schrot. Für diesen Sack tötete Sych brutal den Priester und seine Frau, während er ihre Tochter nur verwundete. Das Mädchen, das das Grauen überlebt hatte, gab Zeugenaussagen in der Hoffnung auf Gerechtigkeit, doch das Gericht war nachsichtig mit Sych, da die Tötung eines Priesters in diesen gottlosen Zeiten nicht als schweres Verbrechen galt. Anstatt Hilfe zu erhalten, drohte der Tochter des Priesters der Verlust ihres Hauses, das man ihr wegnehmen wollte, und die lokale Kirche sollte zerstört werden. Doch die Bewohner von Pawlowka, trotz ihrer Angst vor den Behörden, stellten sich zum Schutz ihrer Kirche auf. Sie baten und forderten nachdrücklich, dass die Kirche am Friedhof nicht zerstört werde. Die angereiste Kommission wollte nicht mit den Einheimischen in Konflikt treten und zerstörte die Heiligkeit nicht vor den wütenden Dorfbewohnern, sondern schloss einfach still die Kirche. Mit der Zeit hörte sie auf zu funktionieren und begann zu verfallen. Dennoch kamen die Menschen weiterhin in diese leere Kirche, um zu beten. Selbst während ihrer Schließung öffnete jemand immer wieder die Türen der Kirche des Erzengels Michael, um allein mit Gott zu sein. Die Kirche lebte weiter, trotz allem.
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