Im Nekrasowski-Municipalbezirk lag die ruinierte Kirche des Erzengels Michael lange Zeit in Verfall. Dieser Tempel, der 1777 mit Mitteln der Gemeindemitglieder erbaut wurde, befindet sich am Rand des Dorfes Kuvaikino an einem malerischen Ort auf einer Anhöhe. In den erhaltenen Dokumenten wird erwähnt, dass die Kirche buchstäblich "cent für cent" errichtet wurde.
Die Kirche ist ein typisches Beispiel für säulenlose, trapezförmige ländliche Gemeindekirchen. Die Komposition basiert auf einem zweifarbigen Quader mit einem halbkreisförmigen Altarbereich, der in der Breite der Trapeze entspricht, und einem schindelgedeckten Glockenturm, der für die Architektur von Jaroslawl charakteristisch ist. Die erste Etage des Glockenturms dient als Vorhalle. Auf der Südseite des Glockenturms befindet sich ein kleiner Ziegelanbau, wahrscheinlich für wirtschaftliche Zwecke. Der Tempel wird von fünf Kuppeln gekrönt, und die zwiebelförmigen Kuppeln mit metallischer Abdeckung sind auf schmalen zylindrischen Tambouren installiert. Ihre Abdeckung ist stark beschädigt, und die erhaltenen Teile sind von Korrosion betroffen. Die Kreuze sind nur auf den westlichen Kuppeln erhalten geblieben, die merklich von der vertikalen Achse abgewichen sind. Die Kuppel über dem Seitenaltar ist verloren gegangen.
Die dekorative Gestaltung der Kirche ist im Stil des 17. Jahrhunderts ausgeführt. Die Fensteröffnungen des Quaders und des Altares sind mit Rahmen in Form von Säulen mit Querschnitten, Fensterbänken auf Konsolen und keilförmigen Sohlbänken geschmückt. Die Fenster der Trapeze haben eine ähnliche Gestaltung, jedoch mit halbrunden Sohlbänken. Die Wände des Quaders enden mit einem Gebälk, das einen Architrav, eine glatte Fries und eine gestufte Gesims mit einer Reihe von kleinen Türmchen umfasst. Die anderen Teile des Tempels sind mit einem einfachen gestuften Gesims dekoriert. Die meisten dekorativen Elemente sind stark beschädigt und benötigen eine Wiederherstellung.
Im Jahr 1936 wurde auf Initiative der sowjetischen Behörden die Gemeinde geschlossen, und von diesem Zeitpunkt bis in die 90er Jahre wurde der Tempel als Lager genutzt. Im Inneren wurden Umbauarbeiten durchgeführt, die dem Gebäude erheblichen Schaden zufügten.
Lange Zeit fanden im Tempel keine Gottesdienste statt, es ertönten keine Gesänge. Doch seit Juli 2002 begann auf Initiative der Dorfbewohner die Wiederherstellung der Kirche. Zur Organisation der Arbeiten wurde ein Gemeinderat gegründet, den die aktive Bewohnerin von Jaroslawl, Natalja Semjonowna Kalikina, leitete. Die Wiederherstellung begann mit der Müllbeseitigung aus dem Tempel und der Verschönerung des Friedhofs. Auch die Zementierung des Daches wurde durchgeführt. Anlässlich des Festes der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter fand im Jahr 2002 zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten ein Gottesdienst in der Kirche statt. Seit 2003 werden hier regelmäßig Gottesdienste abgehalten.
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