Die hölzerne Kirche im Dorf wurde 1778 mit Hilfe der Gemeindemitglieder erbaut und hatte einen Altar, der dem Erzengel Michael gewidmet war. Der Priester lebte in einem von den Gemeindemitgliedern erbauten Holzhaus, während der Diakon und die Kirchenhelfer ihre eigenen Holzhäuser auf dem Kirchengelände hatten. Die Auferstehungskirche im Dorf Golowkino befand sich etwa 5 km entfernt. In der Michael-Archangel-Kirche wurden Kopien der Personenstandsregister seit 1780 und der Beichtlisten seit 1829 aufbewahrt.
Der Priester war Peter Konstantinow Jachontow, der im Mai 1840 von Erzbischof Anatolius ordiniert wurde. Interessant ist, dass ihm für die Bekehrung von fünf Bauern der Gutsbesitzer Naumow aus der Spasov-Sekte zum orthodoxen Glauben am 37. Juni 1846 Dank von der Simbirsker Geistlichen Konsistenz ausgesprochen wurde. Seit 1844 diente als Diakon Kosma Gerasimow Archangelski, der zuvor drei Jahre in Tscherdakl gearbeitet hatte. Der Küster war Nikolai Platonow, der am längsten in Kremjonki blieb, beginnend im Jahr 1810. Er „zeichnete sich“ dadurch aus, dass er im Oktober 1836, betrunken während einer Trauung in der Kirche, für einen Monat zur Zwangsarbeit im Bischöflichen Haus geschickt wurde. Ab 1847 diente Wassili Prokofjew Oltarjow als Ponomar, der zuvor seit 1834 in der Epiphaniekirche in Stara Majna gearbeitet hatte.
Vor der Überflutung, etwa 1954-1955, wurde die Michael-Archangel-Kirche zerstört, obwohl sie, wie die Kirche in Wolostnikowka, auf einem hohen Ufer stand und es in diesem Akt des Vandalismus keiner Notwendigkeit gab. Alteingesessene erzählen, dass die Kirche mit dem 36 Meter hohen Glockenturm nicht abgerissen werden konnte, weshalb ein Untergraben unter das Fundament gemacht wurde und entlang der Kirche ein drei Meter tiefes Graben gegraben wurde, wodurch sie einstürzte.
Heute steht an der Stelle der Michael-Archangel-Kirche eine hölzerne Kapelle, die 2009 mit Mitteln von Sponsoren erbaut wurde. Gelegentlich hält ein Priester aus Iwanowka dort Gottesdienste ab.
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