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Kirche des Erzengels Michael in Roten Quellen

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Rote Quellen, ein alter erzjanischer Ort, liegt an der Grenze der Regionen Samara und Orenburg. Der historische Name dieses Ortes ist Archangelske Quellen. In der Umgebung gibt es tatsächlich viele Quellen, aber das Dorf erhielt seinen Namen dank einer Quelle, die sich neben der Kirche des Erzengels Michael befindet. Das Wort "rote" wurde in der Sowjetzeit zum Namen hinzugefügt.

Die erste Kirche in den Quellen wurde Mitte des 18. Jahrhunderts, kurz nach der Gründung des Dorfes, erbaut. Nach hundert Jahren war sie unbrauchbar geworden, und die Einwohner bauten eine neue Kirche, die bis heute erhalten geblieben ist. Sie ist ebenfalls aus Holz, unterscheidet sich jedoch durch ihre Festigkeit und Schönheit. Nach dem Entwurf ist dies eine typische Kirche im Wolgagebiet, wo der Glockenturm mit dem Kirchenraum durch eine Sakristei verbunden ist. Solche Kirchen haben normalerweise eine Kuppel, aber die Kirche des Erzengels Michael in Roten Quellen ist mit fünf Kuppeln geschmückt. Einzigartige geschnitzte Fensterrahmen, die von Hand gefertigt sind, verleihen der Kirche eine besondere Ausdruckskraft.

Die Inneneinrichtung der Kirche hat ihr ursprüngliches Aussehen nahezu vollständig bewahrt. Pilger bewundern den alten, geschnitzten Holzikonostase, der 53 Ikonen aus dem 19. Jahrhundert enthält. Die Kirche überlebte dank der Gemeindemitglieder, die sich in den 1930er Jahren zu ihrem Schutz einsetzten. In dem Wissen um die mögliche Zerstörung bewachten sie die Kirche rund um die Uhr. Zweimal reisten Delegationen aus dem Dorf nach Moskau zu Michail Kalinin mit der Bitte, das Heiligtum zu bewahren. Vielleicht dank des Beharrens der Einwohner oder eines Wunders blieb die Kirche unberührt, während andere Kirchen im Wolgagebiet zerstört wurden. Die Gottesdienste wurden nur für fünf Jahre unterbrochen, und selbst in dieser Zeit blieb die Kirche intakt.

Das Dorf im Nordosten der Region Samara zieht das ganze Jahr über Pilger an. Menschen mit gesundheitlichen Problemen streben hierher, um in die Quelle des Erzengels Michael einzutauchen, die als wunderwirksam gilt, was dokumentiert ist. Das Wasser aus dieser Quelle ist nicht nur heilend, sondern auch schmackhaft dank des hohen Silbergehalts. Ein weiterer Grund für die Bekanntheit der Roten Quellen ist die Aufbewahrung der Reliquien des alten Petrus Tschargrinski, der im Jahr 2000 als lokal verehrter samara Heiliger heiliggesprochen wurde. Die Reliquien befinden sich in der Kirche in einem offenen Schrein unter einem geschnitzten Holzschirm.

Geo-Punkt

Церковь Михаила Архангела в Красных ключах

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