Der altgläubige Tempel der heiligen, gläubigen Fürstin und Nonne Anna Kashinskaya wurde 1909 nach dem Entwurf des Architekten I.E. Bondarenko mit Mitteln von Arsenij Ivanovich Morozov errichtet. Er wurde zur ersten Kirche in Russland, die dieser Heiligen gewidmet ist, und wurde in der Nähe des Dorfes Kuznetsy im Bezirk Bogorodskij erbaut. Das Land für den Bau wurde von den Bauern des Dorfes Kuznetsy gespendet, und die Kirche wurde in rekordverdächtiger Zeit, nur in drei Monaten, errichtet. Zur Feier des Abschlusses des Baus fand am 15. November 1909 ein Fest statt, zu dem sich viele Menschen versammelten. Der Kreuzgang und das Läuten der Glocken wurden zu einem seltenen Anblick. Die altgläubige Presse beschrieb dieses Ereignis als einen bedeutenden geistlichen Sieg der russischen altgläubigen Kirche. An großen Feiertagen versammelten sich bis zu tausend Gläubige in der Kirche, und der berühmte altgläubige Morozov-Chor sang. Besonders stolz war man auf den geschnitzten Ikonostase aus gebranntem schwarzem Holz und die Fresken, die im Stil der Meister des alten Rus ausgeführt wurden.
Nach der Revolution war die Kirche eine der ersten, die im Bezirk Pawlowsk-Posad geschlossen wurde, und wurde bis in die 1990er Jahre als Klub und für verschiedene wirtschaftliche Zwecke genutzt. Derzeit steht die Heiligkeit unter der Verwaltung der Gemeinde der pawlowsk-Posader altgläubigen Kirche zu Ehren der Geburt der Gottesmutter. Das Gebäude und das Grundstück wurden von dem Eigentümer Wladimir Viktorovich Kovshutin als Geschenk übergeben. Die Wiederherstellung der Kirche erfolgt dank der materiellen und technischen Unterstützung eines Unternehmers und vor allem durch die Bemühungen der Gläubigen selbst. Der erste Gottesdienst nach der Wiederherstellung fand am 25. Juni 2001, am Gedenktag der heiligen Anna Kashinskaya, statt.
Am 25. Juni 2007 kam der Leiter der Russischen Orthodoxen Altgläubigen Kirche, Metropolit von Moskau und ganz Russland, Kornilij, zu einem feierlichen Gottesdienst und zur offiziellen Übergabe des Gebäudes an die Gläubigen, sowie Gäste aus den moskauer altgläubigen Gemeinden.
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