Die Kirche in Zapolitsy wurde 1770 aus Holz mit Hilfe der Gemeindemitglieder erbaut und dem heiligen Märtyrer Theodor von Tyron geweiht. Sie hatte einen hölzernen Glockenturm. 1845 wurde mit Genehmigung der Diözesanbehörde die Kirche mit Eisen gedeckt und der Glockenturm renoviert. 1852 wurden die Wände im Inneren der Kirche verputzt und der Ikonostase erneuert. Es wurden Kirchenunterlagen aufbewahrt: Kopien der Taufbücher seit 1803 und Beichtlisten seit 1829. Zum Klerus gehörten ein Priester und ein Psalmodiker.
Die Kirche ist ein langgestrecktes Gebäude mit einem Hauptvolumen, einem kleinen Speisesaal und einem niedrigen Glockenturm. Sie befindet sich auf einem hohen Hügel, der steil zum Fluss Nerl abfällt. Das Gebäude ist mit Mustern aus Ziegelmauerwerk verziert, was ihm ein charakteristisches Aussehen verleiht.
Der Zustand der Kirche ist unbefriedigend, der Abschluss des Hauptvolumens ist verloren gegangen. Im Inneren sind Lüftungsöffnungen sichtbar, möglicherweise für Belüftung oder Luftheizung. Das Gewölbe des Hauptvolumens wurde bereits beim Bau fachgerecht mit Eisenverbindungen verstärkt und weist keine Risse auf. Dies zeugt von einem hohen Niveau der Bautechnik und mutigen architektonischen Lösungen. Alle Teile des Gebäudes sind durch breite Öffnungen verbunden, die einen einheitlichen Raum schaffen. Es sind fast keine erhaltenen Fresken vorhanden, aber interessant ist die Technik der Fassadengestaltung mit Fresken auf angebrachten Eisenblechen.
Lange Zeit war die Kirche verwahrlost und Vandalismus ausgesetzt, die südlichen und westlichen Eingänge blieben ohne Türen. Nach der Schaffung einer exklusiven Ferienhaussiedlung fand die Kirche sich auf einem gepflegten Gelände wieder, ihre Restaurierung begann, und im Jahr 2010 wurden der Abschluss und die Dächer des Glockenturms wiederhergestellt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.