Ursprünglich trug die Kirche den Namen der Wladimirskaja, was nicht zufällig war. Die Altgläubigen, die den alten Traditionen anhängen, verehren besonders Fürst Wladimir den Heiligen, unter dem die Taufe der Rus stattfand. Der Bau der Kirche begann 1908 nach den Plänen des Architekten N.M. Weschnjakow und wurde durch die Finanzen und die unermüdliche Energie von N.A. Bugrow möglich. Die Kirche wurde am 13. Juli 1912 geweiht.
In den 1930er Jahren wurden die Gottesdienste in der Kirche eingestellt, und erst 60 Jahre später wurde sie der altgläubigen Gemeinde zurückgegeben und erneut zu Ehren der Ikone der Kazanischen Gottesmutter geweiht. Im Sommer 1992 begannen Mitarbeiter des Forschungszentrums "Ethnos" mit der Untersuchung der Kirche als architektonisches Denkmal und führten konservatorische Restaurierungsarbeiten durch, um sie aus ihrem maroden Zustand zu befreien.
Die aus rotem Ziegel errichtete Kirche, die auf einem Hügel steht, ist im russischen Stil ausgeführt und zeichnet sich durch ihren reichen Schmuck und architektonische Einfallsreichtum aus. Ihre Fassaden sind mit bunten Kacheln und weißen Putzdetails geschmückt. Alle Fenster hatten feine Metallrahmen und bunte Glasmalereien, und eine schöne gusseiserne Wendeltreppe führte zur Empore. Die Kirche wurde durch Heizkörper beheizt, die im Keller installiert waren. Aus der Ferne waren ihr dreigeschossiger, spitz zulaufender Glockenturm, das mit einer Vorhalle bedeckte Dach, das an die Veranda eines alten russischen Terems erinnerte, und fünf blaue Kuppeln sichtbar. In den Innenräumen sind Fragmente von Malereien zu religiösen Feiertagen und pflanzlichen Ornamenten erhalten geblieben.
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