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Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers in Rezh

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Wie der Eiffelturm ein Symbol von Paris ist, so wurde der Bergtempel zu einem Wahrzeichen für die Gäste von Rezh. Dieser Tempel, der Johannes dem Täufer gewidmet ist, erhebt sich auf dem Gipfel des felsigen Orlow-Berges über dem Fluss Rezh und ist berühmt für zahlreiche malerische Gemälde. In der Architektur wird oft das Mittel verwendet, dass ein schönes Gebäude die Perspektive einer Straße abschließt und einen beeindruckenden Anblick schafft. Zum Beispiel schließt das Admiralty in St. Petersburg die Perspektive der Newski-Prospekt ab. In Rezh wurde der Bergtempel zu einem einzigartigen Beispiel eines solchen Ensembles: Er schließt die Perspektive der Hauptstraße des Dorfes ab und befindet sich auf einem Felsmassiv. Solche Beispiele gibt es im Mittleren Ural und in anderen Städten Russlands nicht.

Der erste Masterplan für Rezh wurde 1830 erstellt, und im selben Jahr wurde die erste hölzerne Johannes-der-Täufer-Kirche erbaut. Die Architekten des Bergamtes, für die diese Zeit eine Ära großer Errungenschaften war, erstellten die Pläne. Die prägendsten Elemente für Rezh wurden der Teich und der Damm, entlang derer sich das Straßennetz bildete. Der Fluss Rezh macht hinter dem Damm eine scharfe Kurve und verläuft parallel zum Damm. Am gegenüberliegenden Ufer erhob sich ein Felsen, auf dem die Friedhofskirche erbaut wurde. Eine einfache, aber geniale Idee, die Hauptstraße des Dorfes auf diese Kirche auszurichten.

Ein weiterer interessanter Punkt: Die Große Straße, heute Lenin-Straße, war nicht nur die Hauptstraße, sondern auch die Zufahrtsstraße. Der Landweg zur Nikolausstraße ging in die Hauptstraße des Dorfes über, und die Kirche begrüßte sozusagen die Ankommenden. Genial!

Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers schuf eine außergewöhnliche visuelle Verbindung zwischen dem Weltlichen und dem Geistlichen, zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen. Wenn man die Straße entlanggeht, strebt man gewissermaßen zur himmlischen Welt, aber je näher sie zu sein scheint, desto mehr wird ihre Unerreichbarkeit bewusst.

Die erste Bergkirche wurde auf Initiative des Kaufmanns J. Kozlov erbaut, der in der Erzählung „Zarnitsy“ literarisch verewigt wurde. Die Mittel für den Bau stellte der Fabrikbesitzer Alexei Jakovlev bereit, dessen Name in den Briefen von A.S. Puschkin erwähnt wird. Die erste Kirche war bescheiden: klein, aus Holz und eng, mit einfacher Verputzung im Inneren. Die Diener klagten über das undichte Dach. Der erste Priester, Antioch Ponomarev, diente über 20 Jahre und war bekannt für seine Bescheidenheit und seinen Fleiß.

Im Jahr 1897 wurde die hölzerne Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen. An ihrer Stelle wurde 1902 eine neue steinerne Kirche im russisch-byzantinischen Stil erbaut, die zu den schönsten im Mittleren Ural zählt. Das Projekt der Kirche wurde vom Diözesanarchitekten Sergei Kozlov und dem Akademiker Juli Dyutel entwickelt. Sie verwendeten das „Muster“-Projekt von K.A. Ton, dem Schöpfer der Erlöserkathedrale in Moskau.

Die Mittel für den Bau wurden von der gesamten Gemeinschaft gesammelt, und der Initiator war der Kaufmann Nikolai Zamyatin. Große Hilfe leisteten der Fabrikleiter P.E. Yargin und der Leiter des Bergbezirks A.I. Fadeev.

Heute ist dies die einzige orthodoxe Kirche in Rezh, die aus der Zeit vor der Revolution erhalten geblieben ist. Trotz des Drucks der Behörden und hoher Steuern blieb die Kirche in den 1930er Jahren dank der geschlossenen Gemeinde aktiv. Die Namen dieser Menschen sind uns unbekannt, aber ihr Glaube und ihre Hingabe verdienen Respekt.

Nach der Verhaftung des Priesters N.A. Archangelsky im Jahr 1941 wurde die Kirche geschlossen. Von mehr als 1150 Kirchen im Mittleren Ural blieben nur 18 geöffnet. Lange Zeit wurde das kirchliche Eigentum im Keller der Redaktion einer Zeitung aufbewahrt, bis es überflutet wurde. Die Kirche wurde zum Zufluchtsort für Vögel und fragwürdige Gesellschaften.

Seit Anfang der 1990er Jahre begann die Wiederherstellung der Johannes-der-Täufer-Kirche, die erneut zu einer der Hauptheiligkeiten der Stadt wurde. In der Kirche wurden viele alte Ikonen gesammelt, von denen einige für wirtschaftliche Zwecke verwendet wurden. Auf einer der Ikonen sind Spuren einer heißen Pfanne erhalten geblieben, eine andere wurde als Teil eines Fischerfloßes verwendet.

Geo-Punkt

Церковь Иоанна Предтечи в Реже

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