Im 16. Jahrhundert gehörte das Dorf Obrachtschiha dem Boyaren F.I. Chabarov, der es an das Spaso-Evfimiev-Suzdalski-Kloster übergab. Im Kloster-Synodikon von 1655 wird erwähnt: „Diener Fedor Ivanovich Chabarov gab das Dörfchen Obraztsovo.“ In den Einnahmen- und Ausgabenbüchern des Klosters aus dem Jahr 1697 steht: „Von dem Dorf Derevenki wurden von den Bauern 16 Rubel für 16 Wytje genommen; gezahlt hat Iwaschko Gawrilow.“ In den Dokumenten des patriarchalischen Staatsamtes aus dem Jahr 1628 wird vermerkt „Kirche der Geburt Johannes des Täufers in Obraztsovo, im Eigentum des Spaso-Evfimiev-Klosters in Suzdal.“
Im Jahr 1793 wurde im Dorf Obrachtschiha eine neue hölzerne Kirche zu Ehren Johannes des Täufers errichtet, und 1794 wurde darin eine Kapelle zu Ehren des heiligen Nikolaus des Wundertäters eingerichtet. Diese Kirche bestand bis 1821, als sie niederbrannte.
Im Jahr 1825 wurde eine steinerne Kirche zu Ehren des Täufers und des Herrn Johannes mit einer Kapelle zu Ehren des heiligen Nikolaus des Wundertäters erbaut und geweiht. 1845 wurde dank der Bemühungen der Gemeindemitglieder eine weitere Kapelle zu Ehren der Kazan-Ikone der Gottesmutter eingerichtet. Der steinerne Glockenturm wurde 1858 errichtet. Im Jahr 1883 wurden die Kirche und der Glockenturm mit einer steinernen Umfriedung versehen.
Kopien der metrischen Bücher seit 1801 und der Beichtlisten seit 1827 sind vollständig erhalten; das Verzeichnis des Kirchenvermögens, das 1858 erstellt wurde, wird in der Kirche aufbewahrt. Die Kirchenländer umfassen 33 Desjatinen und 1600 Quadrat-Saschen. Der Plan und das Grenzbuch für das Land befinden sich in der Sakristei. Das Personal umfasst einen Priester und einen Psalmodisten, deren Gehalt bis zu 400 Rubel pro Jahr beträgt. Die Gemeinde hat eigene Häuser auf dem Kirchenland. Die Gemeinde umfasst das Dorf und das Dorf Dushilovo, 2 Werst vom Dorf entfernt; die Bevölkerung besteht aus 453 Männern und 510 Frauen. Seit 1884 gibt es im Dorf eine kirchliche Schule.
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