Das Dorf Annino liegt am Fluss Peschkerka, 20 Werst von der Stadt Wladimir entfernt. Obwohl das genaue Gründungsdatum unbekannt ist, existierte das Dorf bereits im 17. Jahrhundert und gehörte in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts dem Duma-Diak Lukjan Golosow. Ende des 18. Jahrhunderts wurde es Teil des Besitzes von Fürst Neswitski.
Die Kirche in Annino wird erstmals in den patriarchalischen Aufzeichnungen von 1671 erwähnt, was darauf hinweist, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht existierte. Sie wurde zu Ehren des heiligen Sergius von Radonesch geweiht, mit einer Kapelle zur Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter. Ursprünglich aus Holz, wurde 1778 auf Initiative von Fürst Neswitski eine Steinkirche erbaut, die bis heute erhalten geblieben ist. An der Kirche befindet sich ein achtspitziges Kreuz mit einer Halbmond. In der Kirche gibt es drei Altäre: den Hauptaltar im Namen des heiligen Johannes des Täufers und in den Kapellen, auf der Südseite im Namen des heiligen Sergius und auf der Nordseite zu Ehren der Himmelfahrt der Gottesmutter, wobei der nördliche Altar beheizt ist.
Unter den Heiligtümern der Gemeinde wird das Ikone des heiligen Johannes des Täufers in einem silbernen Gewand, geschmückt mit zwei Kreuzen aus Edelsteinen, besonders verehrt. In der Kirchenbibliothek sind das Evangelium von 1657, gebunden in grünem Samt, sowie die königlichen und patriarchalen Urkunden zur Gründung des heiligen Synods erhalten geblieben. Alle kirchlichen Dokumente sind in Ordnung: Kopien der Taufbücher seit 1801 und der Beichtlisten seit 1823.
Für den Klerus sind: ein halbes Dutzend Land für Anwesen, 30 Dutzend Ackerland und 3 Dutzend Wiesen vorgesehen; es gibt einen Plan für das Land. Laut Statut sind ein Priester und ein Psalmodiker für den Klerus vorgesehen. Das Einkommen des Klerus beträgt bis zu 450 Rubel pro Jahr aus Anfragen, Gottesdiensten und Land. Der Klerus wohnt in eigenen Häusern auf dem Kirchenland. Die Gemeinde umfasst das Dorf Annino und die Dörfer: Fomitsyna, Malgina, Psheniskova und Koryakina, wo laut den Kleruslisten 530 Männer und 582 Frauen verzeichnet sind.
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