Die ersten Erwähnungen der Iljinsker Kirche finden sich im Katasterbuch von 1627, wo von zwei hölzernen Kirchen die Rede ist, die nebeneinander im Alten Stadtteil stehen: der Nikolauskirche und der Iljinskikirche. Es wird vermerkt, dass in der Iljinskikirche kein Gesang stattfand. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts war die Kirche baufällig, und sie wurde durch ein neues Holzgebäude ersetzt, in dem zur Erinnerung an die geschlossene Nikolauskirche eine Nikolauskapelle eingerichtet wurde. Diese Iljinskikirche funktionierte bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als sie in Stein umgebaut wurde. Die Mittel für den Bau stellte der Kaufmann Dmitri Kakuschkin mit seinen Söhnen zur Verfügung. Die Arbeiten dauerten Jahrzehnte: Die Schmerzhaftenkapelle wurde 1820 geweiht, der Hauptaltar 1848 und die Nikolauskapelle 1858. Der dreigeschossige Glockenturm wurde später, 1866, erbaut.
Unter Berücksichtigung der Chronologie kann man annehmen, dass dies ein klassizistischer Tempel mit einer mächtigen Rotunde auf einem quadratischen Grundriss ist, geschmückt mit dreieckigen Giebeln und Rustika. Die Rotunde hat 12 halbrunde Fenster, die die 12 Apostel und die 12 Monate des Jahres symbolisieren. In der Sowjetzeit blieb die Iljinskikirche bis 1941 aktiv, als sie geplündert und geschlossen wurde. Das Gebäude wurde als Lager genutzt und später verlassen. Bis 2002, als die Kirche an eine neue orthodoxe Gemeinde übergeben wurde, befand sie sich in einem beklagenswerten Zustand. Die Kirche, die auf einem hohen Hügel steht und von weitem sichtbar ist, zerfiel. Auf dem Dach wuchsen Bäume, das Dach war durchlässig, die Wände waren rissig, an einigen Stellen war Ziegel herausgebrochen, überall lag Müll, und umher wuchsen Gras und Sträucher. Seit 2003 finden in der Kirche wieder Gottesdienste statt, während gleichzeitig Renovierungsarbeiten im Gebäude und am Glockenturm durchgeführt werden. Allmählich wird das Gelände hergerichtet und die Kirchenumfriedung wird wiederhergestellt.
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