Im Jahr 1899 wurde im Dorf Kalmantai eine hölzerne Kirche zu Ehren des Schutzes der Heiligen Gottesmutter mit Mitteln des Saratower Diözesankomitees der orthodoxen Missionsgesellschaft erbaut. Die Kirche war einräumig und hatte keinen Glockenturm. Im rechten Teil des Gebäudes befand sich der Tempel, während im anderen Teil der Unterricht der Kirchenschule stattfand. Im Laufe der Zeit wuchs das Dorf, und als die Kirche nicht mehr alle Gläubigen aufnehmen konnte, wurde beschlossen, einen neuen Tempel mit Glockenturm zu bauen.
Im Jahr 1912 wurde mit Mitteln der Anwohner eine neue Kirche errichtet, die am 14. Oktober zu Ehren des Schutzes der Heiligen Gottesmutter geweiht wurde. Das alte Gebäude wurde weiterhin als Kirchenschule genutzt.
In den 1920er Jahren wurde das alte Kirchengebäude in eine siebenjährige Schule umgebaut. Im November 1929 wurde die neue Kirche geschlossen, die Kreuze wurden abgenommen. Der letzte Priester, Pjotr Sergejewitsch Sergejew, wurde 1930 repressiert, und das Kirchengebäude wurde zu einem Getreidespeicher. Im Jahr 1953 wurde die Kirche abgerissen, und aus ihren Balken wurde eine neue Schule gebaut, die 1957 eröffnet wurde und bis heute besteht.
Im September 2016 wandten sich die Bewohner von Kalmantai an den regierenden Erzbischof der Saratower Diözese mit der Bitte um die Eröffnung einer orthodoxen Kirche im Dorf. Es wurde beschlossen, den Tempel im Gebäude der ersten hölzernen Kirche, die bis heute erhalten geblieben ist, wiederherzustellen. Mit den Kräften der orthodoxen Gemeinde wurden im Raum Renovierungsarbeiten durchgeführt, ein Ikonostas aufgestellt und alles Notwendige für die Gottesdienste angeschafft. Am 5. Januar 2017, mit der Segnung des Metropoliten von Saratow und Wolsk, Longin, vollzog der Dekan des Wolsker Kreises, Protopresbyter Ilja Kuznetsov, zusammen mit dem Klerus die Zeremonie der Platzierung des Antimens und die erste Göttliche Liturgie.
Am 13. April 2017, ebenfalls mit der Segnung des Metropoliten Longin, weihte Protopresbyter Ilja Kuznetsov mit dem Klerus die Glocken für den Glockenturm der Kirche. Am 22. April 2017, am Samstag der Lichtwoche, fand im wiederhergestellten Tempel der erste Bischöfliche Gottesdienst statt.
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