Das alte Dorf Kozljatievo, gelegen am Fluss Ljubna, ist von modernen Karten verschwunden. Jetzt findet man auf diesen Karten das Dorf Poljany, neben dem ein steinerner Tempel steht, der kürzlich in einem verwahrlosten Zustand war. Dieser Tempel ist der Rest des Dorfes Kozljatievo.
Im Jahr 1685 wurde Kozljatievo, auch bekannt als Koposovo, an den Schwiegersohn von Pelageja Ivanovna Titova, den Hofmeister Semen Matvejevich Polivanov, übertragen. Zu dieser Zeit gab es im Dorf die Kirche der Verklärung des Erlösers, die Kirche der Einführung der Heiligen Gottesmutter und einen Glockenturm. In der Kirche befanden sich lokale Ikonen und Deisusse, und im Glockenturm hingen fünf Glocken und eine Klöppel. All dies wurde von den Grundbesitzern erbaut. Im Dorf gab es auch den Hof des Priesters Savin Jakovlev und den Gutshof mit Bauernhöfen.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde anstelle der alten Verklärungskirche eine neue erbaut.
Im Jahr 1756 wurde mit Mitteln von Jewdokija Nikitichna Polivanova in Kozljatievo eine neue hölzerne Kirche der Verklärung des Erlösers errichtet, die bis heute existiert. 1966 wurde sie nach Suzdal in das Museum für Holzarchitektur versetzt.
Im Jahr 1843 baute der neue Besitzer des Dorfes, Graf Walerian Nikolajewitsch Zubow, eine steinerne Kirche im Namen der heiligen Großmärtyrerin Katharina, in der im Winter Gottesdienste abgehalten wurden. In der Kirche stach das Theodorikona der Gottesmutter in einer silbervergoldeten Riza mit der Inschrift hervor: „Dieses heilige Bild wurde nach dem wunderbaren Bild der Heiligen Gottesmutter, genannt Theodorowskaja, das in der Stadt Kostroma ist, abgemalt.“ Der Legende nach war dies die Familienikone der Polivanovs, die 1812 das Bürgerwehrkontingent unter dem Kommando von N.I. Polivanov begleitete und nach der Rückkehr in seinem Haus war. Nach dem Verkauf des Anwesens an Graf Zubow wurde die Ikone in die Kirche übergeben.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.