Am Ufer der Skitseen, fernab von lauten Straßen und tief im Wald, neben dem Gethsemane-Chernigov-Skit des Heiligen Dreifaltigkeits-Sergius-Klosters, an einem Ort, der als Korbukh bekannt ist, gründete der selige Schemamonch Philipp 1858 die Bogoljubsker Koinonie. Das Wort "Koinonie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Gemeinschaft".
Ursprünglich wurde hier eine zweigeschossige Kirche mit zwei Altären erbaut: im Erdgeschoss zu Ehren der heiligen Frauen Matrona und Kapitolina, und im Obergeschoss zu Ehren des Bogoljubsker Ikone der Gottesmutter. An diesem ruhigen und friedlichen Ort wurde neben der Kirche ein Friedhof für die Brüder des Heiligen Dreifaltigkeits-Sergius-Klosters angelegt. Der Schemamonch Philipp wurde in der unteren Kirche beigesetzt, aber vor einigen Jahren wurden seine Überreste in die Iwer-Kapelle der Höhlen des Skits überführt. Im Laufe der Zeit wuchs die Koinonie und wurde zu einem großen klösterlichen Gemeinschaftsleben. Für die Brüder wurden fünf hölzerne Zellengebäude errichtet, von denen eines dreigeschossig war. Hinter der Umzäunung befand sich ein Holzgebäude für die Gastfreundschaft und ein eigener Viehstall. 1875 wurde auf der Westseite des Klosters ein zweigeschossiges Steingebäude für die Speisehalle errichtet. Zwischen der Kirche und der Speisehalle wurden die Heiligen Tore gebaut, der Haupteingang zum Gebiet der Koinonie. Um zu den Toren zu gelangen, überquerten die Pilger die Bucht des Skitsees über eine Holzbrücke und stiegen eine steile Treppe hinauf, die am Hang des Hügels angelegt war. 1907 wurde die Koinonie von einer steinernen Mauer mit einer Länge von 250 Sazhen umgeben.
Leider blieben auch diese abgelegenen Orte in den 1920er Jahren von Verfolgungen gegen die Kirche nicht verschont. Die meisten Gebäude der Koinonie und der Nekropole wurden zerstört, und die Grabsteine wurden für den Straßenbau verwendet. Die Koinonie wurde nach der Revolution am 2. Mai 1922 geschlossen, und alle Werte, Ikonen und Utensilien wurden beschlagnahmt und an den Hilfsfonds für Hungernde übergeben. Später wurde das Gebiet des Klosters an eine Nähfabrik übergeben.
Bis heute hat sich nur die steinerne, einschiffige Kirche im alt-russischen Stil mit einem Zeltdach-Glockenturm erhalten, die kürzlich wieder in die Obhut der Russisch-Orthodoxen Kirche übergeben wurde. Nun steht viel Arbeit an, um den erhaltenen Teil des einst blühenden heiligen Klosters Bogoljubsk wiederherzustellen.
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