Die Erzengelkirche in der Kosaken-Sloboda wird erstmals in den Aufzeichnungen von 1597-1598 erwähnt. In der Kirche befanden sich Ikonen, Kerzen, Bücher, Gewänder und Glocken, die den Gemeindemitgliedern gehörten. Auf dem Kirchgelände standen Häuser: des Priesters Fjodor, des Diakons, des Küsters, der Oblate sowie fünf Zellen, in denen die Armen lebten, die von der Kirche versorgt wurden.
Laut den Aufzeichnungen von 1640 befand sich die Erzengelkirche in der Kosaken-Erzengel-Sloboda. Sie hatte 10 Viertel Ackerland sowie 82 Gemeindehöfe mit 172 Bewohnern und 5 Bäuerchenhöfen. In ihrem Besitz waren 6000 Viertel Ackerland und Wildfeld sowie ebenso viele Heuballen an den Flüssen Rogowaja und Galinka. Den Kosaken der Erzengel- und Nikolai-Sloboda gehörte der Wald jenseits des Flusses Skorodnaja, der sich 2 Werst in die Länge und 1 Werst in die Breite erstreckte.
Laut den Aufzeichnungen von 1676 zählte die Gemeinde der Erzengelkirche 120 Dragoner- und Kosakenhöfe sowie 14 Bäuerchenhöfe, insgesamt 136 Höfe. Nach der neuen Steuerordnung von 1676 wurde von der Kirche eine Abgabe in Höhe von 2 Rubel 13 Altyn 4 Denj gezahlt, was 1 Rubel 6 Denj mehr war als die vorherige Abgabe.
Aus der Liste der Kirchen von 1734 geht hervor, dass die Zahl der Gemeindehöfe bei der Erzengelkirche im Vergleich zu den Aufzeichnungen halbiert wurde.
Die heutige steinerne Erzengelkirche mit der Nikolai-Kapelle wurde 1816 von dem Titularrat Joakim Ivanov erbaut. Derzeit umfasst das Kirchenland 3 Desjatinen Wohnland und 19 Desjatinen Ackerland ohne Plan und Katasterbuch sowie 14 Desjatinen „Schreiberland“ mit Plan und Katasterbuch, die im Kirchenschatz aufbewahrt werden.
Zur Gemeinde gehören die Erzengel-Sloboda und ein Teil der Strelz-Sloboda, wo in 296 Höfen 1127 Männer und 1257 Frauen wohnen. Nach dem Stand von 1873 zählt die Gemeinde 1 Priester und 2 Psalmodisten.
Nach 1917 wurde das Kirchengebäude einer Gruppe von Gläubigen übergeben, und 1922 wurden die Werte daraus entnommen.
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