Die Kirche im Galitsch-Distrikt ist ein herausragendes Beispiel für Architektur des späten 18. Jahrhunderts, die archaische volumetrisch-räumliche Lösungen, die für das vorhergehende Jahrhundert charakteristisch sind, mit barockem Fassadenschmuck kombiniert. Sie wurde 1789 aus Ziegeln an der Stelle eines früheren Holztempels erbaut und befindet sich in einem Dorf, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts F.A. Golizyn gehörte und dann in gemeinschaftlichen Besitz der Familien Scherbatow und Tolstoj überging, die es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts behielten. Dank ihrer monumentalen Proportionen hebt sich die Kirche deutlich von der ebenen Landschaft des Dorfes ab. Das Gebäude steht auf einem weitläufigen Platz am östlichen Rand des Dorfes, und das angrenzende Gelände war einst von einer Ziegelmauer umgeben. In der Nähe, im Nordwesten, ist ein kleines Ziegelgebäude des Wachtpostens aus dem 19.-20. Jahrhundert erhalten geblieben. Während einer umfassenden Renovierung im Jahr 1901 wurden die Wände des Tempels verputzt, die Dächer mit Eisen gedeckt, die Böden im Inneren ausgetauscht und neue Öfen installiert. Die architektonische Komposition der Kirche umfasst einen säulenlosen, fünfkuppelligen Quader mit Fenstern in zwei Lichtachsen, eine niedrige fünfseitige Apsis, eine breite Speisehalle und einen zweigeschossigen, spitzen Glockenturm mit seitlichen Zelten. Die Seitenfassaden, die teilweise von den Apsiden der Speisehalle verdeckt sind, sind in zwei Geschosse durch ein Gesims unterteilt, das sich über die Oberkante der Wände erstreckt. Die seitlichen Zelte des Glockenturms bilden zusammen mit der Speisehalle ein einheitliches Volumen, das die untere Ebene des Glockenturms umfasst. Über ihm erhebt sich ein achteckiger Turm mit Glockenarkaden und einem Zelt mit Schallfenstern.
Die Gesimse des Gebäudes sind mit Riegeln ergänzt, und die Wände sind durch Pilaster gegliedert. Auf dem Quader der Kirche bilden die Gesimse ein breites Gebälk, und die Ecken sind mit paarweisen Pilastern verstärkt. Die Fenster mit Bogenüberständen sind mit barocken Rahmen mit Ohren und breiten Sandriken eingefasst. Auf der östlichen Seite der Apsis, die mit einem Giebel abgeschlossen ist, wird der Fensterrahmen durch einen dreieckigen Sandrik hervorgehoben. Die Kuppeln der Kirche haben eine Verkleidung aus Dachblech, die im „Schuppen“-Muster verlegt ist.
Der Quader der Kirche ist mit einem vierteiligen geschlossenen Gewölbe überspannt, das sich in die Lichtöffnung des zentralen Tambours öffnet. Die Apsis hat ein facettiertes geschlossenes Gewölbe, die Speisehalle und die Kapellen ein Längsgewölbe mit Ausklinkungen, die Apsiden der Kapellen halbrunde Gewölbe, und die untere Ebene des Glockenturms sowie die seitlichen Zelte sind mit Kasten-gewölben versehen. An den Wänden sind Reste stark rußiger Ölgemälde erhalten geblieben.
Ein kleines Ziegelwachtgebäude befindet sich nordwestlich der Kirche.
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