Nikolai Michailowitsch Tschernyschow (1885, Dorf Nikolajewka, Gouvernement Tambow, 1973, Moskau) war ein russischer und sowjetischer Künstler und Kunstwissenschaftler sowie Teilnehmer der Gruppe „Makowez“. 1970 wurde ihm der Titel des Volkskünstlers der RSFSR verliehen.
Tschernyschow studierte bei W. A. Serow und wurde 1915 durch Illustrationen zur „Mythologischen Alphabet“ bekannt. In den 1920er Jahren, als Teil der Gruppe „Makowez“, begeisterte er sich für monumentale Malerei und widmete viel Aufmerksamkeit der Erforschung alter russischer Fresken. Er schrieb die Werke „Technik der Wandmalerei“ (1930) und „Die Kunst der Freske im alten Russland“ (1954).
Tschernyschow unterrichtete an Institutionen wie WCHUTEMAS, WCHUTEIN und dem Leningrader Institut für proletarische bildende Kunst. Zu seinen Schülern in der Werkstatt des MGHI benannt nach W. I. Surikow gehörte die Illustratorin Nika Golz. 1949 wurde er während der Kampagne gegen Kosmopolitismus zusammen mit anderen Lehrern des MGHI entlassen.
In den 1950er Jahren beschäftigte sich Tschernyschow aktiv mit Mosaik und trug zur Wiederbelebung des Interesses an dieser Kunst in der UdSSR bei.
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