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Der Tscheljabinsker Elevator. Eines der gruseligsten Gebäude Russlands

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Im Jahr 2014 wurde der tscheljabinsker Elevator zu den drei hässlichsten Gebäuden Russlands gezählt, und diesen fragwürdigen Titel behält er bis heute. Es ist schwer zu glauben, aber einst war dieses Bauwerk der Stolz der Stadt. Der Bedarf an seinem Bau entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Transsibirische Eisenbahn durch Tscheljabinsk führte und ein Strom von billigem Brot aus Sibirien nach Europa strömte. Das Getreide musste irgendwo gelagert werden, und die russische Regierung beschloss, den Elevator aus dem Budget zu bauen. Dazu wurde der erfahrene Architekt Konstantin Jefimowitsch Schukow eingeladen, der auf wirtschaftliche und industrielle Gebäude spezialisiert war.

Der Bau begann im Jahr 1913. Schukow entwarf den Elevator im damals beliebten Jugendstil. Die Fassaden waren mit Risaliten geschmückt, je drei auf jeder Seite, die mit Türmchen mit halbrunden Fensteröffnungen endeten. Der Balkon war ebenfalls ungewöhnlich, mit einem filigranen Betongeländer, das in Form eines dekorativen Pflanzenornaments gestaltet war. Mit einer Höhe von 40 Metern wurde der Elevator zum höchsten Gebäude von Tscheljabinsk, und seine Kapazität erreichte 1 Million Pud. Obwohl das Getreidespeicher ursprünglich am Stadtrand gebaut wurde, wurde es im Laufe der Zeit zum Zentrum des Handelslebens der alten Stadt, um das sich der Hauptmarkt von Tscheljabinsk bildete.

Man kann mit Sicherheit sagen, dass Konstantin Schukow den Elevator gewissenhaft gebaut hat. Er erfüllte seine direkte Bestimmung bis zu Beginn der 1990er Jahre. Dann, ohne Eigentümer, begann das Gebäude schnell zu verfallen: Dekorationselemente fielen ab, kleine Risse traten auf, und an einigen Stellen waren die Fenster zerbrochen. Bis 2014 hatte sich der Elevator in ein schreckliches Betongebilde verwandelt, das an Kulissen aus post-apokalyptischen Filmen erinnerte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das tscheljabinsker „Wunder“ unter den drei gruseligsten Gebäuden des Landes landete und den zweiten Platz belegte, nur hinter dem verlassenen Terem in Tschuchloma in der Region Kostroma. An der Fassade ist bis heute die alte Inschrift erhalten geblieben: „Tscheljabinsker Elevator des Staatsbank“, als Erinnerung an seine glorreiche Vergangenheit.

Geo-Punkt

Челябинский элеватор. Одно из самых страшных зданий России

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