Die Nikolauskapelle wurde 1907 mit Mitteln der Gemeindemitglieder anstelle des ehemaligen "armen Hauses" zum Gedenken an die Opfer der Pest, die Lucha 1665 heimsuchte, errichtet. Die Kapelle wurde an Ostern desselben Jahres geweiht. Sie befindet sich am südlichen Rand des Dorfes, an der Straße nach Palekh, und ist von weiten Feldern umgeben. Das Gebäude hat eine quadratische Form mit Seitenlängen von 3,8-3,85 Metern. Die Wände bestehen aus Ziegeln, die außen verputzt und mit grauer Kleberfarbe gestrichen sind. Früher war die Kapelle mit einer kleinen Zwiebelkuppel gekrönt, die bis heute nicht erhalten geblieben ist. Derzeit sind das Dach und die Decken verändert. Der Eingang zur Kapelle befindet sich auf der Westseite, und die originale gegossene Eisen-Tür mit zwei Flügeln ist erhalten geblieben.
Besonderes Interesse weckt die äußere Dekoration der Fassaden der Kapelle, die im eklektizistischen Stil gestaltet ist, der für den Beginn des 20. Jahrhunderts charakteristisch ist. Klassizistische Elemente wie der gestufte Gesims mit Trockenbroten und die dreieckigen Giebel haben untypische Proportionen und sind mit anderen dekorativen Elementen ergänzt, was dem Dekor Eklektizität verleiht.
Die Nikolauskapelle wurde 1973 als Denkmal der Kultarchitektur anerkannt und staatlich registriert. Ende der 1930er Jahre wurde die Kapelle geschlossen, und Ende der 1940er Jahre wurde sie als Lager für Brennstoffe und Schmierstoffe genutzt, was bis heute der Fall ist. Das äußere Erscheinungsbild der Kapelle hat sich seit dem Bau kaum verändert, abgesehen von der verlorenen Kuppel, dem ursprünglichen Dach und den mit Ziegeln verschlossenen Fensteröffnungen. Der allgemeine Zustand des Denkmals wird als zufriedenstellend bewertet.
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