Der älteste Zeuge der Geschichte von Sanino ist der kleine Fluss Uechka, der eher an einen Bach erinnert. Er fließt ruhig am Dorf vorbei und nimmt das Tal zwischen Nerlj und Pechuga ein. In früheren Zeiten, vor dem Kommen der Slawen, war die Uechka wasserreich, und die ersten Bewohner des suzdalschen Landes tranken Wasser daraus und tränkten ihr Vieh. Jetzt ist der Fluss fast ausgetrocknet, aber am Rande des Dorfes, etwa fünfhundert Meter von der Kirche entfernt, befindet sich eine lebendige Quelle, zu der Gläubige zu jeder Tageszeit kommen, um Wasser zu schöpfen. Über der Quelle wurde ein Holzhaus gebaut, aber darin wird nicht gebadet, sondern man gießt sich zu jeder Jahreszeit Wasser über. Laut Überlieferung erschien die Quelle auf dem Gelände des Klosters im 17. Jahrhundert durch die Gebete zweier Nonnen. Damals wurden bei dem Quellwasser keine Wunder bemerkt. Im letzten Jahrhundert verfielen die Kirchen und wurden allmählich zerstört. Auch die Quelle wurde verlassen, und die Einheimischen vergaßen ihren Standort. Doch sobald die Nonnen ins Kloster zurückkehrten, begannen erstaunliche Ereignisse zu geschehen.
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