Die Kapelle der Gottesmutter von Kazan befindet sich im Zentrum des Dorfes Pjalosero und ist ein Schlüsselelement in der freien Bebauung des Siedlungsgebiets.
Dieses Bauwerk gehört zu den zweigeteilten, gleichbreiten und gleichhohen Kapellen. Der Hauptteil des Gebäudes umfasst einen Gebetsraum und einen Vorraum, die mit einem gemeinsamen Satteldach bedeckt sind, das mit einem Kreuz über dem Gebetsraum gekrönt ist.
Konstruktiv stellt die Kapelle einen Blockbau mit vier Wänden dar, auf einem gemeinsamen Blockfundament, an das der Vorraum mit rahmenverkleideten Wänden und eine offene Galerie mit westlichem Eingang angebaut sind. Über der oberen Plattform und der einseitigen Treppe befinden sich zwei eigenständige Satteldächer.
Die Wände des Hauptraums sind "in rechteckiger Zange" gehauen, innen bearbeitet und mit horizontalen, dünnen Brettern "stumpf" auf geschmiedeten Nägeln verkleidet, während sie außen mit gespaltenen Brettern auf geschmiedeten Nägeln mit dekorativem Sockel und rechteckiger Traufe verkleidet sind.
Die Wände des Vorraums haben eine gemischte Konstruktion: teilweise bis zu einer Höhe von sechs Reihen vom Boden gehauen, teilweise rahmenverkleidet. Das Dach ist nach der Technik der "Säulen und Sparren" ausgeführt, mit Sparren, die durch 1-3 Reihen eingehauen sind; die Dacheindeckung, ursprünglich "nach Hühnern und Strömen", ist jetzt aus zwei Schichten von geschindelten Brettern.
Die Türen im Hauptraum und im Vorraum sind dreiflügelig, mit "Viertel"-Verbindung der Flügel und mit einem "geraden" Schwellenbalken.
Der Boden ist einfach, aus Brettern mit der Wölbung nach unten, die senkrecht zum Eingang verlegt sind. Die Decke im Hauptraum war ursprünglich horizontal, aus Brettern oder Balken, die parallel zum Eingang verlaufen, wurde später durch eine achteckige "Himmel"-Decke mit dreieckigen Segeln ersetzt, die mit dünnen Brettern "stumpf" gefüllt ist.
Die Decke im Vorraum ist aus profilierten Brettern "versetzt", parallel zum Eingang.
Die dekorative Ausstattung ist erhalten geblieben: geschnitzte Säulen der Galerie, ein Unterzug mit "Stadt"-Schnitzerei, zweigeteilte, dreistufige geschnitzte Giebel mit Handtüchern und Windfängern, geschmückt mit durchbrochener Schnitzerei in Form von sechsblättrigen Rosetten an allen Giebeln.
Die Kapelle der Gottesmutter von Kazan im Dorf Pjalosero, erbaut in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stellt einen historischen und architektonischen Wert dar, dank der Erhaltung der allgemeinen volumetrischen und planlichen Lösung sowie der dekorativen Ausstattung, sowie der wichtigen Rolle in der Komposition der Bebauung des Siedlungsgebiets.
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