Die im neorussischen Stil ausgeführte Kapelle zieht mit ihrer malerischen, voluminösen Komposition die Aufmerksamkeit auf sich. Sie ist mit einer fünfkuppligen Struktur gekrönt, die aus einem hohen quadratischen Zelt mit einer massiven zentralen Kuppel und vier kleinen Kuppeln besteht, die nach den Himmelsrichtungen angeordnet sind. Das Dach aus Eisen ist im Stil von Schindeln gestaltet. Die Kapelle wurde 1913 mit dem Segen des Erzbischofs Antonij von Twer und Kasin zu Ehren des 300-jährigen Bestehens der Herrschaft des Hauses Romanow errichtet. Die Mittel für den Bau wurden vom Orshiner Auferstehungskloster bereitgestellt, das 20 Werst von Twer entfernt liegt. Der Archimandrit dieses Klosters, Joseph, unterzeichnete 1613 das Dokument zur Wahl von Michael Romanow zum Zaren. Die Initiative zum Bau ging von der Äbtissin Sergia aus. Im Jahr 1903 änderte das Kloster seinen Status von einem männlichen in ein weibliches Gemeinschaftskloster. Die Stadtverordnetenversammlung von Twer unterstützte das Anliegen der Äbtissin und stellte kostenlos ein Grundstück für die Kapelle zwischen der Konjaevskaja Eisenbahnlinie und der Stationstraße zur Verfügung.
Das Projekt der Kapelle wurde vom Bauingenieur P.F. Bogomolow entwickelt. Nach der Revolution von 1917 wurde die Kapelle geschlossen und als Petroleumsladen und Souvenirladen genutzt. Im Jahr 1990 wurde die Kapelle im Namen des heiligen Gerechten Johannes von Kronstadt geweiht, und die Restaurierung wurde nach dem Projekt von A.I. Kustov durchgeführt.
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