Am 22. September 2008 wurde die Kapelle der Andreaskirche zu Ehren der Tichwiner Ikone der Gottesmutter eingeweiht. Der feierliche Gottesdienst wurde von Patriarch Alexius II. von Moskau und ganz Russland geleitet, der einen Monat vor seinem Tod die Hoffnung äußerte, dass die Grundsteinlegung der Kapelle der erste Schritt zur Wiederherstellung der Andreaskirche sein würde. Die Kapelle wurde schnell erbaut und am 1. November 2009 geweiht.
Die aus Ziegeln errichtete einschiffige Kapelle im neoklassizistischen Stil befindet sich in der nordwestlichen Ecke der ehemaligen Umfriedung der Andreaskirche. Das gelbe Gebäude wird von einer Kuppel mit Kreuz gekrönt. Die Altarwand ist mit einem Mosaikbild der Tichwiner Gottesmutter, der Schutzpatronin der nordrussischen Städte, geschmückt. Der Eingang befindet sich im vorderen Portikus.
Trotz ihrer geringen Größe ist die Kapelle innen geräumig und bietet Platz für bis zu 30 Personen. Der weißvergoldete dreistufige Ikonostase wurde unter der Leitung des Architekten Grigori Tkatschuk entworfen und ausgeführt. Die ikonographischen Arbeiten wurden von Andrei Beljajew ausgeführt, der für die Kapelle 19 Ikonen im akademischen Stil schuf, darunter 14 Ikonen für den Ikonostase, das Altarbild "Auferstehung", die Ikone des Heiligen Gerechten Johannes von Kronstadt, die Tichwiner Ikone der Gottesmutter, die Paarikonen des Heiligen Nikolaus von Myra und des Heiligen Fürsten Alexander Newski sowie der heiligen Matrona von Moskau und der heiligen Xenia von St. Petersburg.
In der Kapelle befindet sich eine Tafel mit der Aufschrift: "Der Ikonostase der Kapelle der Tichwiner Ikone der Gottesmutter wurde von Galina Pawlowna Wischnewskaja, einer Zeugin ihrer Zerstörung im Jahr 1931, geschenkt. Die Kapelle wurde im Jahr des 100. Jahrestages des Hinscheidens des heiligen Gerechten Johannes von Kronstadt mit der wohltätigen und seelischen Hilfe von Olga Rostropowitsch wiederhergestellt. 01.11.2009".
Auf dem vergoldeten Analyt befindet sich die Tichwiner Ikone der Gottesmutter. Über dem Vorraum befindet sich eine Empore, zu der eine Wendeltreppe führt. Eine der Sehenswürdigkeiten der Kapelle ist die Ikone mit dem Bild des heiligen Johannes von Kronstadt vor dem Hintergrund von Kronstadt, der die Andreaskirche in der Hand hält. Diese Ikone wurde speziell zum Gedenkjahr von Johannes von Kronstadt gemalt, befand sich auf dem Athos und machte dann einen langen Weg durch viele russische Kirchen.
Die Kapelle der Andreaskirche zu Ehren der Tichwiner Ikone der Gottesmutter wurde zum Gedenken an die von den Bolschewiken zerstörte Andreaskirche errichtet, in der der heilige gerechte Johannes von Kronstadt 53 Jahre lang diente. Leider ist die Kirche bis heute nicht wiederhergestellt, aber die Kapelle erinnert an sie, und vielleicht werden die Hoffnungen des inzwischen verstorbenen Patriarchen Alexius II. doch wahr werden.
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