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Ehemaliges Sekretarev-Theater

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Das bescheidene zweigeschossige Haus mit einem Holzteil war einst in ganz Moskau als Sekretarev-Theater bekannt. Auf einem Teil des großen Anwesens, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts dem Kaufmann F. Lang gehörte, gründete 1860 der Staatsrat P. Sekretarev in seinem Haus ein kleines privates Theater. Trotz der kompakten Größe hatte der Zuschauerraum eine Höhe von zwei Etagen und verfügte über alle Attribute eines echten Theaters: Parkett, Ränge, Logen, Galerie, Orchester und Kulissen. Der Eingang für die Künstler und die Bühne befanden sich im rechten Teil der Fassade, während die Zuschauer durch den Eingang auf der linken Seite gingen. Im Erdgeschoss befanden sich die Garderobe und die Küche, im zweiten Stock der Tanzsaal und das Buffet.

Im Sekretarev-Theater wurden Stücke aufgeführt, die auf der kaiserlichen Bühne nicht gezeigt werden konnten. Hier traten neben professionellen Schauspielern auch Amateure auf. In diesem Theater begannen ihre Karriere zukünftige bekannte Schauspieler wie N. Roschin-Insarov, A. Artem, N. Muzil und M. Pisarjev. Auch Savva Mamontov spielte hier, und Stanislawski begann sein Theaterleben, indem er hier seinen Künstlernamen von Alexei Fyodorovich Markov übernahm, der nach dem Erhalt seines Arztdiploms das Theater verließ.

Später mietete die "Gesellschaft für Kunst und Literatur" mit einer Theaterakademie das Gebäude, die 1888 von dem Opernsänger F. Komissarzhevsky, dem Künstler F. Sollogub und den Regisseuren A. Fedotov und K. Stanislawski gegründet wurde.

1892 hörte das Sekretarev-Theater auf zu existieren, und das Haus ging an Dr. A. Kornilov, der hier ein Wasserheilbad einrichtete. Bis zur Sowjetzeit befand sich in diesem Gebäude auch das Antialkohol-Museum der städtischen Aufsicht für Volksgesundheit, das aus privaten Mitteln finanziert wurde.

Dieses Haus spielte auch eine Rolle in der Entwicklung des armenischen Theaters: Viele armenische Studenten wechselten von hier auf die professionelle Bühne. Von 1917 bis 1924 wurde der Saal vom jüdischen Theater "Habima" genutzt, wo der Pädagoge Jewgeni Wachtangow tätig war.

Geo-Punkt

Бывший театр Секретарева

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