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Chirurgie von A.A. Bobrow

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Leider bedeutet der Krieg für einige Blut und Tod, für andere jedoch die Möglichkeit für wissenschaftliche Forschungen und Tests. So führte das Schicksal den 27-jährigen Absolventen der medizinischen Fakultät der Moskauer Universität Alexander Bobrow in den Russisch-Türkischen Krieg von 1877, wo er im Krankenhaus in Fălticeni arbeitete. Dort sammelte er enorme Erfahrungen und wurde einer der führenden russischen Spezialisten für die Behandlung von Schusswunden und Knochenbrüchen. Kurz nach dem Krieg schrieb Bobrow ein wichtiges Werk "Leitfaden zur Untersuchung chirurgischer Verbände", in dem er die am häufigsten verwendeten Verbände detailliert beschrieb und abbildete, was zu einem notwendigen Wissen für alle Ärzte wurde. Dieses Werk hat bis heute praktische Bedeutung.

Später führte Bobrow eine einzigartige Operation durch, die selbst heute noch beeindruckt. Eine Patientin mit einer Schusswunde am Kopf kam zu ihm, und die Kugel war im Gehirn stecken geblieben, aber die Frau blieb bei Bewusstsein. Mit Hilfe von Röntgenstrahlen bestimmte Alexander Alexejewitsch genau den Standort der Kugel und zog sie erfolgreich heraus, wodurch er das Leben der Patientin rettete. Er leistete auch einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung von Schusswunden im Bauch, indem er ein Gerät zur subkutanen Einführung von Lösungen entwickelte, das später als Bobrows Infusionsgerät bekannt wurde.

Alexander Alexejewitsch beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Behandlung von Schusswunden. Eines Tages wandten sich die Eltern eines Mädchens, das an traumatischer Epilepsie litt, an ihn, und er wurde ihre letzte Hoffnung. Bobrow stimmte zu zu helfen und führte als einer der ersten der Welt eine Operation zur Schließung eines Schädeldefekts mit einer äußeren Platte durch, was dem Mädchen half, sich zu erholen. Im Jahr 1903 ging er in den Ruhestand und ließ sich in Alupka nieder, wobei er 10.000 Rubel an die Moskauer Universität vermachte, um die besten Studenten zu unterstützen.

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