Das Staatliche Biologische Museum K. A. Timirjasew in Moskau, gegründet im Jahr 1922, ist ein naturwissenschaftliches Museum. Seit 1934 befindet es sich in einem Gebäude, das ein Denkmal von bundesweiter Bedeutung darstellt und zuvor das Museum für russische Altertümer von Peter Iwanowitsch Schtschkina war.
Die Idee zur Gründung des Museums stammt von Professor B. M. Zawadowski, der 1920, als Leiter des Biologischen Instituts an der Universität J. M. Swerdlows, diese Arbeit begann. Im Frühling 1921 stellte die Universität mehrere Säle im Gebäude am Miusskaja-Platz für das Museum zur Verfügung, und die offizielle Eröffnung fand am 7. Mai 1922 statt. Das Museum wurde zu Ehren von Kliment Arkadjewitsch Timirjasew benannt, den Zawadowski als seinen Lehrer betrachtete.
Zawadowski, ein bekannter Spezialist auf dem Gebiet der Physiologie und Endokrinologie, studierte bei N. K. Kolzow und I. P. Pawlow. Er engagierte sich aktiv für die Popularisierung der Wissenschaft und schrieb über 30 populärwissenschaftliche Bücher und Broschüren. Seiner Meinung nach sollte das Museum aktiv mit den Besuchern interagieren, weshalb der Platz am Miusskaja-Platz Teil der Ausstellung wurde, wo Unterricht mit Schülern stattfand.
Ende 1934 zog das Museum auf Antrag von A. M. Gorki in einen Gebäudekomplex in der Malaja Grusinaja-Straße um. Aufgrund des Umzugs und der Rekonstruktion Moskaus wurde die Arbeit am Miusskaja-Platz eingestellt und in andere Teile der Stadt verlegt, einschließlich des Zentralen Kultur- und Erholungsparks Gorki. Hier konnten die Besucher verschiedene wissenschaftliche Experimente beobachten.
Die Arbeit in den Parkpavillons fand von Mai bis September statt, während in der restlichen Zeit, insbesondere im Winter, Wanderausstellungen organisiert wurden. Im Mai 1939 veranstaltete das Museum eine Ausstellung über die Evolutionstheorie im Theater „Wissenschaft und Wissen“ am Arbat.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Museum weiter, und heute wird auf einer Fläche von 900 m² eine umfangreiche Ausstellung präsentiert, die größte in Russland. Sie umfasst Themen wie „Natur und Mensch“, „Tierwelt“, „Pflanzenwelt“, „Physiologie und Anatomie der Tiere“, „Physiologie der Pflanzen“, „Evolutionstheorie“, „Entwicklung des Lebens auf der Erde“, „Ursprung und Evolution des Menschen“. Es werden Führungen und praktische Kurse für Schüler und Studenten angeboten. Das Museum nimmt aktiv an verschiedenen Festivals und Gemeinschaftsaktionen teil und arbeitet mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Organisationen zusammen, indem es an bundesweiten biologischen und ökologischen Programmen beteiligt ist.
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