Eines der Hauptsymbole des Moskauer Modernismus ist das prächtige, vorrevolutionäre Anwesen, das dem Unternehmer Peter Petrowitsch Smirnov gehörte. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde es vom bekannten Architekten Fjodor Osipowitsch Schechtel umgebaut. Trotz seiner Popularität birgt das Anwesen mehrere Geheimnisse, von denen nicht alle Liebhaber des alten Moskaus wissen.
Viele Historiker glauben, dass das Haus Smirnovs zwischen 1901 und 1905 erbaut wurde, tatsächlich wurde es jedoch viel früher errichtet und war Teil eines Anwesens, das im Laufe von mehr als hundert Jahren viele Besitzer wechselte. Im Jahr 1901 erwarb Peter Petrowitsch Smirnov das Anwesen und wandte sich mit der Bitte um Umplanung und Umbau an Fjodor Osipowitsch Schechtel. Der Architekt schätzte die Qualität des Anwesens und der seitlichen Flügel und erstellte einen Plan für das renovierte Haus. Smirnov gefiel das Angebot von Schechtel, und es wurde beschlossen, alle drei Gebäude unter einer neuen Fassade im modernen Stil zu vereinen. So entstand am Tverskoy-Boulevard eines der bekanntesten Gebäude Moskaus in diesem Stil.
Leider lebte Smirnov nach Abschluss der Bauarbeiten nur fünf Jahre und starb 1910. Das Gebäude wurde an die Moskauer Adelsversammlung verkauft, doch auch sie nutzten das Anwesen nur sieben Jahre, bis die Bolschewiki an die Macht kamen. Mit dem neuen Regime begann die düsterste Periode in der Geschichte des Anwesens. Im ehemaligen Haus Smirnovs wurde ein revolutionäres Militärtribunal untergebracht, das massenhaft Todesurteile gegen unschuldige Menschen verhängte. Die Fälle der Angeklagten wurden nicht einmal geprüft, es wurde einfach eine Unterschrift gesetzt, die über das Schicksal des Menschen entschied. Später ging das Gebäude in die Obhut der Staatsanwaltschaft über, die bis 1990 hier ansässig war. Danach gehörte das Anwesen einem Pensionsfonds, der heute nur noch einen Teil des Gebäudes erhält, während im gegenüberliegenden Flügel verschiedene Feierlichkeiten stattfinden. Erst im Jahr 2006 wurde das Haus Smirnov restauriert; zu Beginn der Arbeiten befand es sich in einem erbärmlichen Zustand.
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