Das Leben von Moritz Benevski ist voller Abenteuer und Erlebnisse, die eine Verfilmung wert wären. Alles begann mit seiner Teilnahme am antirussischen Aufstand in Polen im Jahr 1768, nach dem er gefangen genommen und ins Exil nach Kasan geschickt wurde, wo er bei einem örtlichen Kaufmann lebte. Benevski gelang die Flucht nach Sankt Petersburg, wo er, sich als englischer Kaufmann ausgebend, versuchte, mit gefälschten Dokumenten auf einem holländischen Schiff abzureisen. Doch die Holländer gaben ihn den russischen Behörden aus und er wurde nach Kamtschatka verbannt.
In dem abgelegenen Bolscheretsk schmiedete Benevski einen kühnen Plan: einen Aufstand unter den Sträflingen zu entfachen und ein Kriegsschiff zu übernehmen. Trotz der scheinbaren Unmöglichkeit gelang der Plan. Der Kommandant der Garnison war betrunken und die Soldaten leisteten keinen Widerstand. Die Aufständischen hatten vor, nach Japan zu gelangen, doch die Samurai weigerten sich, sie aufzunehmen.
Daraufhin steuerte Benevski das Schiff nach Süden und erreichte nach einigen Monaten das französische Mauritius. Dort gewann er schnell das Vertrauen des Gouverneurs und erfuhr von dem unkolonisierten Madagaskar. Benevski schlug dem Gouverneur vor, ihn dorthin mit einer Kompanie Soldaten und Schiffen zu schicken, und versprach, die Insel französisch zu machen. Der Gouverneur stimmte zu, und die Einheimischen leisteten keinen Widerstand, sondern erkannten Benevski sogar als ihren König an. Er gründete die Stadt Luibour, baute einen Hafen und Werften und machte sich dann mit einem Bericht auf den Weg nach Paris.
Doch während seiner Reise begann in Frankreich die Revolution. Benevski beschloss, seine Dienste zur Kolonisierung Madagaskars den USA anzubieten. Die Franzosen verzeihen ihm diesen Verrat nicht. Sie landeten auf der Insel, wo Benevski mit den Amerikanern angekommen war, und begannen den Sturm auf die Hauptstadt. Bei dem Angriff starb Benevski, der König von Madagaskar, durch einen Granatsplitter.
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