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Iwan Sergejewitsch Baschkirzew

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Iwan Sergejewitsch Baschkirzew war einer der wohlhabendsten Kaufleute von Woronesch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er besaß Geschäfte und eine Tuchfabrik. Er war mit dem bekannten Dichter Alexei Kolzow verwandt, da Iwan Sergejewitsch mit seiner Schwester Maria verheiratet war.

Der Vater von Iwan war im Brothandel tätig und besaß zahlreiche Barken, mit denen er Brot über die Don transportierte, was ihm ermöglichte, ein beträchtliches Vermögen anzuhäufen. Er verheiratete seine Töchter erfolgreich und zog sich danach aus dem Geschäft zurück, bevorzugte es, einen Morgenmantel und einen Bauernhaarschnitt zu tragen. Bei feierlichen Abendessen saß er neben dem Gouverneur und klopfte mit einem Holzlöffel auf eine Zinnschüssel.

Iwan wurde lange Zeit als Versager angesehen, doch die Heirat mit Maria Kolzowa änderte das. Er wurde ein erfolgreicher Unternehmer, der technische Neuerungen in seiner Fabrik einführte, ein Gebäude für das Kadettenkorps errichtete und den Brothandel seines Vaters erheblich ausbaute. Sein praktischer Scharfsinn verband sich mit Künstlerischem. Iwan Sergejewitsch gründete sein eigenes Orchester, hatte einen Chor, liebte Blumen und war stolz und unabhängig.

Iwan Sergejewitsch liebte seine Frau Maria, durch die die Familie Kolzow in die hohe Gesellschaft von Woronesch eintrat. In ihrem Haus konnte man sowohl angesehene Grundbesitzer als auch geistliche und administrative Führer der Provinz treffen.

Im Jahr 1831 erlebte die Familie Baschkirzew und Kolzow großes Leid: Die Choleraepidemie, die über Woronesch hereinbrach, kostete Maria das Leben. Iwan Sergejewitsch war verzweifelt und forderte sogar, den Sarg zu öffnen, da er behauptete, Maria sei lebendig begraben worden. Er heiratete nie wieder. Ihre Kinder, Peter und Wera, blieben eng mit der Familie Kolzow verbunden. Iwan Sergejewitsch unterstützte immer den Bruder seiner Frau, was eine Seltenheit war.

In einem Brief an W. G. Belinski und W. P. Botkin im Mai 1842 beschrieb A. V. Kolzow Iwan Sergejewitsch als einen Menschen, der immer bereit war zu helfen und sich mehr um ihn kümmerte als jeder andere nach seiner Mutter.

Nach der Abreise von der Datscha starb der Freund A. Kolzow, was das Ende seines Lebens und Schaffens bedeutete, und für Iwan Sergejewitsch das Ende einer langjährigen Freundschaft. Bald darauf starb auch Iwan Sergejewitsch.

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