Das Gebäude des Arsenal, auch bekannt als Zeughause, hat eine reiche Geschichte der Errichtung. Der Bau begann 1702 auf Initiative von Peter I., der den Plan entwickelte, das Gebäude nicht nur als Militärlager, sondern auch als Museum zur Aufbewahrung von Kriegstrophäen und antiken Waffen zu nutzen. Es ist das größte Bauwerk Moskaus aus der Peterszeit und befindet sich im nordöstlichen Eck des Kremls zwischen dem Dreifaltigkeits- und dem Nikolai-Turm, an dem Ort, der nach dem Brand von 1701 frei wurde. Es wurde der Beginn eines großangelegten Bauvorhabens im Kreml.
In der Anfangsphase wurden die Arbeiten von den Architekten M. Tschoglokow, D. Iwanow und H. Konrad geleitet. Ab 1706 verlangsamte sich der Bau jedoch aufgrund des Krieges mit Schweden und Geldmangel und wurde erst 1736 abgeschlossen. Ab 1731 leitete Feldmarschall B.-H. Minich und der Architekt I. Schumacher das Projekt. 1737 beschädigte ein Brand in Moskau das Arsenal erheblich und zerstörte alle Holzdecken. Die Wiederherstellung des Gebäudes fand nur zwischen 1786 und 1796 unter der Leitung von M. Kazakow und Ingenieur A. Gerard statt.
Vor dem Rückzug der napoleonischen Truppen aus Moskau im Jahr 1812 wurde das Arsenal gesprengt, die nordöstliche Ecke bis zum Fundament zerstört und der Rest des Gebäudes beschädigt. Die Wiederherstellung nach dem Projekt der Architekten A. Bakarev, I. Mironowski, I. Tamansky und E. Tyurin begann 1814 und wurde 1828 abgeschlossen.
Trotz des langen Bauprozesses blieb das ursprüngliche volumetrisch-planerische Konzept des Gebäudes erhalten. Änderungen betrafen nur die Konstruktionen der Decken, die innere Aufteilung und die dekorativen Elemente der Fassaden. Das Gebäude hat die Form eines verlängerten Trapezes mit einem großen Innenhof und grenzt an die Stadtmauer. Die Architektur der Fassaden ist monumental dank der glatten Ziegelwände, die mit weißem Stein verziert sind, und den Bogenöffnungen. Die Eingänge zum Hof an den südlichen und östlichen Fassaden sind mit Portiken im Barock- und Klassizismus-Stil gekennzeichnet. Das hohe barocke Dach wurde durch das bestehende flache Satteldach ersetzt.
Nach 1812 war geplant, im Arsenal ein Museum des Vaterländischen Krieges zu schaffen, und bis 1819 wurden hier Trophäen-Artilleriegeschütze entlang der Fassaden aufgestellt. Nach dem Abriss der alten Waffenkammer im Jahr 1960 wurden hier auch die russischen Kanonen auf Lafetten untergebracht. Heute sind diese Geschütze Exponate der Museen des Moskauer Kremls.
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