Die Aleksejewski Tore gelten als das älteste Denkmal in Asow. Sie wurden noch vor der bekannten Belagerung der Kosaken errichtet und wurden Zeugen der jahrhundertealten Geschichte einer der ältesten Städte Russlands. Ursprünglich waren die Tore aus Holz, und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden sie in Stein umgebaut. Die letzte Restaurierung fand im letzten Jahrhundert statt.
Während der Belagerung der Donkosaken im 17. Jahrhundert und der Asow-Expeditionen Peter des Großen in den Jahren 1695 und 1696 dienten die Aleksejewski Tore als südlicher Eingang zur Festung. Zusammen mit dem Erdwall und dem Graben bilden sie den einzigen erhaltenen Abschnitt der Festung, der in die Liste der Objekte des kulturellen Erbes von föderaler Bedeutung aufgenommen wurde.
Im Jahr 1935 führte das Rostower Landesamt für Denkmalschutz auf dem Gelände der Asowschen Festung archäologische Ausgrabungen durch. Zu diesem Zeitpunkt war die Festung vollständig zerstört, und von den Toren blieben nur zwei parallele Steinmauern übrig. Im Zuge der Restaurierung bemühten sich Historiker und Architekten, den Toren ihr ursprüngliches Aussehen zurückzugeben. Heute sind es Tore mit einem gewölbten Tunnel, der aus Stein und Ziegeln gebaut ist, an dessen Wänden mehrere Gedenktafeln angebracht sind.
Heute sind die Aleksejewski Tore mit Gedenktafeln und Denkmälern geschmückt, darunter ein Relief zu Ehren des Feldmarschalls Fjodor Alexejewitsch Golowin, einem Vertrauten Peter des Großen und dem ersten Träger des Ordens des Heiligen Andreas des Erstberufenen. Diese Elemente schaffen eine Art historischen Rückzugsort, der die Verbindung der Epochen betont. Unter den Gewölben der Tore kann man den Atem der Geschichte spüren: das Echo der Schritte erinnert an die einst hier stattgefundenen Kämpfe.
Dieses alte Verteidigungsbauwerk wird von den Bewohnern Asows als türkischer Wall bezeichnet, während Fachleute es als russischen oder Aleksejewski Wall bezeichnen. Nach fast hundert Jahren russisch-türkischer Kriege um das Recht auf die Festung trat Asow 1774 endgültig in das Russische Kaiserreich ein. Legenden erzählen, dass der Wall mit primitiven Techniken der damaligen Zeit, menschlichen Händen und Hüten aufgeschüttet wurde.
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