Woronesch, obwohl weit vom Meer entfernt, gilt zu Recht als Wiege der russischen Marine. Hier, am Ufer des Woronesch-Flusses, baute Peter Alexejewitsch aktiv sein erstes Schiff. Dieser junge Mann vereinte die Rollen eines Zimmermanns, Dichtungsmasse und Bombardiers. In Woronesch verwandelte er sich in Peter I. den Großen. Der Admiralitätsplatz, beliebt bei Einheimischen und Touristen, erinnert an dieses Ereignis.
Woronesch blieb lange Zeit eine ruhige landwirtschaftliche und Handelsstadt, bis 1696 die Vorbereitung auf den Asowschen Feldzug begann. Der Bau einer Marine wurde zu einem grandiosen Ereignis, und im Frühling wurde das erste Schiff zu Wasser gelassen. Peter der Große überwachte persönlich den Prozess und besuchte die Stadt 17 Mal.
Die Woronescher Werften produzierten die ersten Militärsegelschiffe wie „Principium“, „Heiliger Matthäus“ und „Heiliger Markus“. Sie wurden in der Uspenski-Kirche geweiht, die Peter I. zur Hauptkathedrale der Admiralität erklärte.
Im Jahr 1996, anlässlich des 300-jährigen Bestehens der russischen Marine, wurde der Admiralitätsplatz in Woronesch feierlich eröffnet. Er bietet einen herrlichen Blick auf das Stausee, das linke Ufer der Stadt und zwei lange Brücken. Der Platz befindet sich an dem Ort, wo sich Ende des 17. Jahrhunderts Peters Werften befanden. Die weißen Bögen am Eingang symbolisieren Russlands Zugang zum Meer als vollwertige Macht, und die Gedenk-Rostral-Säule ist mit Bugteilen von Schiffen geschmückt.
Im Jahr 2014 wurde in der Nähe des Admiralitätsplatzes eine exakte Kopie des ersten russischen Linienschiffs „Goto Predestination“ zu Wasser gelassen, die schnell zu einer markanten Sehenswürdigkeit der Stadt wurde. Es handelt sich um ein aktives Schiff mit echten 3-Pfund-Kanonen. Die Salven aus ihnen ertönten nur einmal, bei der feierlichen Eröffnung. Im Gegensatz zum Original bewegt sich das Schiff nicht unter Segeln, sondern mit einem Dieselmotor. Man kann nicht mit ihm fahren, aber man kann das Deck betreten und es im Rahmen einer kostenpflichtigen Führung erkunden.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.