Seit der Mitte des XVIII Jahrhunderts gehörte das Anwesen in der Pjatnizkaja-Straße dem wohlhabenden Kaufmann und Kirchenbauer Kliment, Papst von Rom, Kuzma Matwejewitsch Matwejew. Nach 1758 begann der Bau der ersten Steingebäude auf diesem Grundstück. In den 1780er Jahren, als das Anwesen Anna Grigorjewna Matweewa, der Witwe des vorherigen Eigentümers, gehörte, wurde an der roten Linie der Pjatnizkaja-Straße ein zweigeschossiges P-förmiges Hauptgebäude errichtet. Vor dem Einmarsch Napoleons in Moskau wurde das Gebäude um ein drittes Stockwerk aufgestockt. Im Brand von 1812 wurde das Haus beschädigt, aber es wurde wiederhergestellt. Sechs Jahre später verkauften die Matwejews das Anwesen an die Stadt, um auf dessen Gelände die Pjatnizkaja-Polizeistation und die Feuerwehr zu unterbringen. Über dem zentralen Teil des Gebäudes wurde ein dreigeschossiger hölzerner Glockenturm errichtet, und auf der Hofseite wurden Flügel angebaut.
Für die Bedürfnisse der Polizei wurde die innere Aufteilung des Hauses verändert, aber in den folgenden Jahrzehnten gab es keine wesentlichen Veränderungen. Im XIX Jahrhundert befanden sich im Erdgeschoss Kasernen für Polizisten und Feuerwehrleute, ein Schreibzimmer, Wohnungen für den Arzt und den Maschinenführer. Im zweiten Stock waren das Büro und eine große Wohnung des privaten Aufsehers, des Leiters der Polizeistation untergebracht, und im dritten Stock befanden sich die Wohnungen des Arztes und des Schreibers sowie das Telegraph. Im Gebäude gab es drei Treppenhäuser, und auf der Seite der Kuznetskaja (Nowokuznetskaja) Straße wurde ein Garten angelegt. 1920 wurde der Glockenturm entfernt, aber die Feuerwehr blieb noch einige Jahre hier. In der Sowjetzeit wurde der südliche Flügel des Gebäudes teilweise abgerissen.
Heute ist das ehemalige Haus der Matwejews erforscht und restauriert. Das Gebäude hat fast vollständig die volumetrisch-räumliche Lösung und die Planungsstruktur der 1830-50er Jahre bewahrt. Die Komposition der Hauptfassade stammt aus dem späten XVIII, frühen XIX Jahrhundert. Das Fundament des Hauses ist durch einen rustizierten Sockel hervorgehoben, und der zentrale Teil ist mit einem sechs Säulen umfassenden korinthischen Pilasterportikus im Risalit geschmückt. Der untere Teil des Portikus wird durch elegante Balustraden betont. Zwei Fenster in den seitlichen Teilen der Fassade sind mit Pilastern, Archivolten und runden Rosetten geschmückt, was für den hohen Klassizismus charakteristisch ist. Heute spielt das Haus an der roten Linie der Pjatnizkaja eine wichtige Rolle in der Bebauung der Straße. Derzeit befindet sich hier das zentrale Büro der Partei „Jabloko“.
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