Im Jahr 1908 beauftragte der Fabrikant K. Grjaznov den Architekten K.K. Kaiser, der auch die Häuser in der Nikitski-Boulevard 13 und der Schepkina-Straße 18 entworfen hatte, mit der Veränderung der Fassade seines im XIX. Jahrhundert erbauten Hauses im Zentrum des Rogoschskaja-Jamschitsko-Altgläubigen-Viertels, das für seine Strenge und Einfachheit bekannt ist. Der Architekt wählte den zu dieser Zeit beliebten Jugendstil.
Die Fassade des Hauses zeichnet sich durch charakteristische geschwungene Linien der Dekoration, einen großen Überstand des Gesimses, komplexe Formen der Konsolen und eine Verkleidung mit keramischen Fliesen aus. Sie ist mit Maskarons und weiblichen Köpfen geschmückt, was im Moskauer Jugendstil verbreitet war. Allerdings gibt es hier auch eigene Besonderheiten: Mehrere Maskarons zeigen strenge männliche Gesichter mit dichten Schnurrbärten, was wahrscheinlich den strengen patriarchalischen Lebensstil des Hausbesitzers widerspiegelt.
Im Zentrum der Fassade befindet sich ein Kartusche mit dem Monogramm des Buchstabens „G“, dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens des Eigentümers. Auch der Eingangsbogen ist sehr schön gestaltet.
Das Gebäude wird von einem sympathischen Dachfenster gekrönt, das als Zugang zum Dach diente und zudem Licht und Belüftung der Dachräume gewährte.
Das Gebäude wurde restauriert.
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