Das Haus in der Straße Staraia Bozhedomka, die 1927 in Durow-Straße umbenannt wurde, wurde 1894 vom österreichischen Architekten A. E. Weber erbaut. 1871 kam August Egorovich auf Einladung des Unternehmers A. A. Porokhovshchikov nach Moskau, um ein Restaurant namens "Slawjanskij Bazar" zu bauen, und blieb in der Stadt. Er hielt sich an den eklektizistischen Stil in der Architektur, in dem das Gebäude errichtet wurde, in dem Wladimir Durow 1912 seine "lebendige Ecke" gründete.
Die weltweite Bekanntheit der "Ecke von Durow" war das Ergebnis jahrelanger Arbeit mit Tieren. Im Gegensatz zu anderen Tierdressierern, die Peitschen und andere grausame Methoden verwendeten, entwickelte Wladimir Leonidovich eine Methode, die auf bedingten Reflexen und Belohnungen basierte. Dieser Ansatz beruhte auf den Arbeiten des Nobelpreisträgers I. P. Pawlow und des Professors I. M. Sechenov. V. L. Durow arbeitete auch mit bekannten Wissenschaftlern wie dem Psychiater V. M. Bekhterev und den Professoren G. A. Koshchevnikov, A. V. Leontovich und A. L. Chizhevsky zusammen. Um diese Aktivitäten zu unterstützen, baute der Architekt M. D. Polikarpov 1911-1912 das Gebäude um, indem er Flügel und Anbauten für den Tierpark und das zoologische Museum hinzufügte. Dies ermöglichte es, wissenschaftliche Experimente durchzuführen und kostenpflichtige Vorstellungen für das Publikum zu veranstalten. Eine der beliebten Nummern war die "Mäuse-Eisenbahn", die Durow vor der Revolution erfand.
Das Motto des "Wunderlandes von Großvater Durow" oder des "Tiertheaters von V. L. Durow" lautete stets: "Unterhalte, lehre!". Die Bekanntheit von Wladimir Leonidovich rettete ihn in den Jahren des revolutionären Terrors. Trotz seines adligen Ursprungs und Vermögens wurde ihm 1919 erlaubt, die Vorstellungen wieder aufzunehmen und in seinem Haus zu leben. 1927 erhielt V. L. Durow den Titel "Verdienter Künstler der Republik", und die Straße Staraia Bozhedomka wurde zu seinen Ehren umbenannt. In dieser Straße lebte er bis 1934.
1980 wurde nach dem Projekt der Architekten G. E. Saevich und T. T. Lazarenko neben dem historischen Gebäude der "Ecke von Durow" ein neuer Bau errichtet.
Bis 2017 befanden sich im Theater 556 Tiere, von Elefanten bis Mäusen. Derzeit ist der Bau einer neuen Bühne mit einem Saal für 450 Plätze für das Theater "Ecke von Großvater Durow" geplant.
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