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Wohnhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts

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Der Schelaputinski-Gässchen in Moskau ist ein eigenartiges Stammhaus einer der bekanntesten Kaufmannsdynastien des vorrevolutionären Russlands, der Morosows.

Der Gründer dieser Familie, Savva Vasiliev, war ein Bauer aus dem Dorf Zuevo und ehemaliger Leibeigener des Gutsbesitzers Ryumin. Er besaß zwei Webereien in Zuevo und Nikolsk und zog in den 1820er Jahren nach Moskau. Dort nahm er den Nachnamen Morozov an, was laut Familienlegende mit seiner Geburt im Februar, bei starkem Frost, zusammenhängt. Bald wurde er ein Moskauer Kaufmann. 1826 erwarb Savva Vasilievich für 5.000 Rubel ein Grundstück im heutigen Schelaputinski-Gässchen von der Kaufmannswitwe A. G. Savostina. Auf dem Grundstück befanden sich ein zweigeschossiges Steinhaus, ein nicht bewohntes Gebäude und ein Garten. Ende der 1830er Jahre baute er das alte Haus im Stil des späten Klassizismus um. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich sein Besitz mehr als verdoppelt. Anstelle der Handelsbäder neben dem Herrenhaus errichtete er einen Fabrikbau. Bis 1860 hatte sich sein Grundstück auf 3860 Quadratmaß (über 8200 qm) erweitert und umfasste 11 Steingebäude und mehrere Holzgebäude.

Von diesem Stammhaus im Schelaputinski-Gässchen verbreiteten sich die Nachkommen von Savva Vasilievich in ganz Moskau.

Savva Vasilievich Morozov starb 1862 und wurde auf dem Rogozhskoje-Old-Believer-Friedhof beigesetzt, da fast alle Morosows Old-Believer waren. Laut seinem Testament ging das Anwesen im Schelaputinski-Gässchen an seine Enkelin Jekaterina Abramovna Morozova (verheiratet Nyrkova), die Tochter des früh verstorbenen Abram (Avramiy) Savich.

Jekaterina Abramovna baute das Herrenhaus teilweise um und richtete darin ein Hospiz für Arme ein. In das Asyl wurden Old-Believer aufgenommen, die mit der Rogozhskoje-Old-Believer-Gemeinde verbunden waren. Hier befand sich auch die Old-Believer-Hauskirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus.

Nach der Revolution wurde das Hospiz geschlossen. In den folgenden Jahren waren hier die Musterversicherungskasse namens Schmidt des Gubsozkrastra, ein Arbeiterclub und das VNIIVautogenmash untergebracht.

Bis heute sind im Gebäude Teile der Innenräume des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben. Im Jahr 2013 begann die Restaurierung des Herrenhauses, nach deren Abschluss hier das Staatliche Literaturmuseum von der Petrovka verlegt werden soll.

Geo-Punkt

Жилой дом середины XIX века

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